21.02.2018
Baumfällarbeiten in der Nordweststadt
In der Grünverbindung zwischen der Bernadottestraße...
mehr
18.02.2018
Künstler laden zum Mitmachen ein
In den ehemaligen Praunheimer Werkstätten...
mehr
26.01.2018
Nordwestzentrum soll Begegnungsort für Senioren werden
Das Nordwestzentrum ist bereits heute ein...
mehr
26.01.2018
Polizei eröffnet zweitgrößtes Revier
Von einem „Freudentag“ sprach Polizeipräsident...
mehr
24.01.2018
Die Netzwerkerin der Nordweststadt
Quartiersmanagerin Janina Korb bleibt im...
mehr
17.01.2018
Sportlern vergeht die Lust am Schwimmen in der Titus-Therme
Die TG Römerstadt hat ihre Kooperation mit...
mehr
Tipps und Infos zur Freizeitgestaltung in und um Heddernheim.
mehr Infos


Gedichte und Geschichten von Heddernheimer Bürgern. z.B.
Ohne Worte!

mehr

Wussten Sie eigentlich?

mehr

Die Motzbox ist der Heddernheimer Kummerkasten für Beschwerden usw. der Heddernheimer Bürger z.B.

Endlich! Wurde auch Zeit!

mehr

 









30.12.2011

Werkstätten bauen in Alt-Praunheim

Neue Tagesförderstätte entsteht auf einem benachbarten Grundstück – Baubeginn voraussichtlich im Februar. Die Zahl an schwer und schwerstmehrfachbehinderten Menschen wächst, die Einrichtungen der Praunheimer Werkstätten stoßen an ihre Grenzen. Deshalb wird eine neue Tagesförderstätte in Alt-Praunheim gebaut.

Die Tagesförderstätten der Praunheimer Werkstätten sind überbelegt. 117 Menschen sind dort untergebracht, 30 Prozent mehr, als es die Kapazitäten eigentlich hergeben. Doch der Bedarf an individueller Betreuung schwerstbehinderten Menschen wächst. Um dem gerecht zu werden, hat die Praunheimer Werkstätten gemeinnützige GmbH (PW) nun eine neue Tagesförderstätte in Planung. In Alt-Praunheim neben der existierenden Werkstatt soll der Neubau entstehen. Die Tagesstätte soll 32 Plätze bieten und wird die an den Grenzen ihrer Kapazität arbeitenden bisher zwei Tagesförderstätten deutlich entlasten.

Schwierige Arbeitslage

Die Praunheimer Werkstätten ermöglichen es geistig und körperlich behinderten Menschen, die kaum Chancen auf dem Arbeitsmarkt haben, einen beruflichen Alltag zu erlangen. Zurzeit werden knapp 800 Menschen mit Behinderungen im Raum Frankfurt in Einrichtungen dieser Art betreut und gefördert. "Wir haben die Aufgabe diesen Menschen eine Integration in die Gesellschaft zu ermöglichen und sie mit der Arbeit in den Werkstätten als "Eingliederungshilfe" Schritt für Schritt an den normalen Arbeitsmarkt heranzuführen", erklärt Wolfgang Rhein, Geschäftsführer der PW, das Ziel der Institution. Nur bei einer kleinen Minderheit der behinderten Menschen erreicht man dies, gerade bei der heutigen Arbeitsmarktlage, in der auch gesunde Menschen große Schwierigkeiten haben, Arbeit zu finden. "In Einzelfällen klappt es aber immer wieder. Deshalb haben wir prinzipiell die Aufgabe, uns selbst überflüssig zu machen", sagt Rhein lachend. Ein Neubau im neuen Gewerbegebiet an der Heerstraße mit größerer Kapazität ist seit längerem geplant (siehe Interview).

Verbesserte Versorgung

Doch der Anteil, der schwer und schwerstmehrfachbehinderten Menschen, die als nicht werkstattfähig eingestuft werden und demnach selbst in dieser Art Einrichtungen überfordert sind, wächst stark. Durch die in den vergangenen Jahren deutlich verbesserte medizinische Versorgung, sind die Überlebenschancen von behinderten Frühgeborenen gestiegen, die sonst keine Chance gehabt hätten. "In unseren eigenen Erhebungen haben wir festgestellt, dass der Anteil schwerstbehinderter Menschen in einem Maß wächst, das nicht zur Bevölkerungsentwicklung passt", sagt Rhein. In der neuen Tagesförderstätte sind nicht werkstattfähige Menschen untergebracht, die dort an die Arbeit in den Werkstätten herangeführt werden, um ein Mindestmaß an normalem Alltag erleben zu können.

Der Bauantrag für das Gebäude auf dem Gelände hinter Alt-Praunheim wurde bereits eingereicht. Geplant sind fast 800 Quadratmeter Nutzfläche auf zwei Stockwerken und einem großzügigen Außengelände. Werden Abbruch und Neubau bis zum Frühjahr 2012 genehmigt, wird mit dem Abriss voraussichtlich im Februar 2012 begonnen. Verläuft alles ohne Verzögerungen kann dann spätestens im April mit den Bauarbeiten für das neue Gebäude begonnen werden. Bei einer Bauzeit von knapp einem Jahr soll die neue Tagesförderstätte im Frühjahr 2013 bezogen werden. Die Kosten für das Bauvorhaben betragen ungefähr 2,2 Millionen Euro. Die PW wird dabei die Hälfte dieses Betrags erbringen. Mit einem bereits zugesagten Zuschuss des Landeswohlfahrtsverbands von 350 000 Euro wird der Rest des Baus über Darlehen und Spenden finanziert werden.

"Der geplante Neubau der Praunheimer Werkstätten mit 41 neuen Arbeitsplätzen für leichter behinderte Menschen wird ab dem Jahr 2016 ausgelastet sein. Hier wächst aber der Bedarf so gut wie nicht mehr. Einrichtungen wie unsere neue Tagesförderstätte für schwerstbehinderte Menschen müssen in der Zukunft noch wesentlich mehr entstehen. Nur so werden wir den momentanen demografischen Entwicklung gerecht", schlussfolgert Rhein. Demnach wird die neue Tagesförderstätte in Praunheim wohl nur ein Anfang sein.erg




zurück








Unsere Werbepartner:
Pietät Schüler

Frankfurter Sparkasse

FES

 





 

© 2004 by Medien- & Stadtteilbüro| Impressum