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30.03.2012

Neues Haus für die Gemeinde

Architekt Ferdinand Heide stellt seinen Entwurf für das neue Herz Praunheims vor. Der Praunheimer Ortskern bleibt erhalten – architektonisch und stilistisch. Der Architekt Ferdinand Heide hat der Auferstehungsgemeinde jetzt ihr neues Haus vorgestellt.

Er ist das "Herz Praunheims" – der Platz vor der Auferstehungskirche. Für die Gemeinde ist schon lange klar: Das Gemeindehaus kann nicht gerettet werden. Zu teuer käme die Sanierung, zu groß ist das Haus für die geschrumpfte Gemeinde geworden. Das Pfarrhaus muss auch weg. Die Idee: Das Grundstück, auf dem jetzt das Gemeindehaus steht, wird in Erbpacht vergeben. Mit den Einnahmen lassen sich, wenn alles gutgeht, die Kosten für ein neues, kleineres Gemeindehaus erlösen. Dieses entsteht auf dem Grundstück und sogar dem Grundriss des jetzigen Pfarrhauses. Vier Architekten haben sich an einer Ausschreibung beteiligt. Am Mittwoch hat die Jury entschieden – einstimmig. Am Donnerstagabend wurde die Gemeinde umgehend über das Ergebnis informiert.

Der Siegerentwurf stammt von Ferdinand Heide. Der Architekt aus Frankfurts Osten bekannte bei der Vorstellung des künftigen Gemeindehauses, er sei nie zuvor in der Graebestraße gewesen und beeindruckt von der Anlage des Platzes: "Es gibt drei Gebäude, die den Platz prägen: Die Kirche, das Pfarrhaus und die Zehntscheune. Mir war klar, dass das neue Gemeindehaus insofern auch die Architektur des Pfarrhauses aufnehmen muss."

Spitzgiebel und Glasfront

Ergebnis ist ein Gebäude, das zweistöckig wird, mit spitzem Giebel und riesigem Versammlungssaal unter den Dachflächen. Maximal 150 Quadratmeter dürfte er haben, wenn man die Trennwände zwischen den drei Gruppenräumen (zwei Mal 40 und ein Mal 30 Quadratmeter) herausnimmt und den Raum zudem zum Foyer hin öffnet. Dieses, wie ein schmaler Vorbau, zieht sich über die Längsseite des Gemeindehauses. Eine Glaswand gewährt den Blick auf Kirche und Garten. Folgt man Heides Entwurf, gibt es dereinst sogar eine Treppe vom Obergeschoss in den Garten. Im Erdgeschoss des Pfarrhauses befinden sich kleinere Räume: Eine Küche, daneben ein Aufzug, Toiletten, Pfarrbüro, Gemeindebüro, ein Archiv und ein zusätzlicher Gruppenraum von 20 Quadratmetern Größe. Einen Keller hat das neue Gemeindezentrum nicht, dafür ein Dachgeschoss, in dem ein Lager, die Technik und optional ein weiterer Gruppenraum untergebracht sind.

Für Architekt Heide ist die Außenwirkung fast so wichtig wie die Funktionalität im Inneren. Das Gemeindehaus wird wie jetzt das Pfarrhaus mit der Giebelseite zum Platz stehen. Es wird etwa gleich hoch werden. Anders als die alten Häuser erhält es jedoch nur ein Fenster an der Vorderseite, das mächtig wird wie bei einem Glashaus. Es weist auf den Dorfplatz. Auf der Rückseite des Hauses wird noch so ein Fenster auf die Nidda weisen. Das Gemeindehaus erhält damit Durchsichtigkeit und den Charakter des öffentlichen Gebäudes. Dazu verhilft auch die zurückgesetzte, mächtige Tür. Wer um die Ecke geht, wird einen ersten Eindruck von dem Foyer erhalten, das als Treppenhaus ins Obergeschoss dient.

Wichtig ist auch die Außengestaltung. Heide schlägt vor, beigefarbene Natursteine zu verwenden, die ins Braune oder Rote mäandern können. "Eine vielfarbige Fassade haben ja auch die Kirche und die Zehntscheune", so der Architekt.

Keine Ziegel aufs Dach

Das Dach darf aus dem gleichen Grund – der Unterschiedlichkeit zu einem Privathaus – kein Ziegeldach erhalten, sondern, so schlägt Heide vor, ein Dach aus Zinkblech. Das halte ähnlich lange wie eines aus Kupfer, sei aber günstiger.

Der heikle Punkt: die Kosten. "Die Preisvorgaben einzuhalten gehört zu unserem Beruf", versichert Heide. Bei der Ausschreibung an die Architekten seien die finanziellen Rahmenbedingungen sehr klar gewesen, sein Haus sei machbar. Eberhard Erkenbrecher, der Vorsitzende des Kirchenvorstands, sagte am Rande der Veranstaltung, die Kirche wolle 1,3 bis 1,5 Millionen Euro investieren.

Optimistisch geschätzt, könnte es in einem Jahr losgehen mit dem Abriss des alten Pfarrhauses. Frühestens 2014 wird die Auferstehungsgemeinde ihr neues Domizil beziehen können.



Von Thomas J. Schmidt

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