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20.04.2012

Die Straße, die keiner kennt

Statt in der Heerstraße wohnen die Prehls nun im Karl-Klee-Weg. Die Heerstraße ist immer noch die Heerstraße – bis auf zwei Häuser: Die gehören mittlerweile zum Karl-Klee-Weg. Die dort lebende Familie ist bereits vor Gericht gezogen.

Brigitte und Manfred Prehl stehen unter dem neuen Straßenschild. Richtig fassen können es die beiden immer noch nicht. Denn sie wohnen seit einem knappen Jahr nicht mehr in der Heerstraße 182, sondern im Karl-Klee-Weg 9. Während sich Manfred Prehl (49) vor allem über das Vorgehen der Stadt aufregt, macht sich seine Frau Brigitte (62) vorwiegend Sorgen. Sie hatte vor drei Jahren einen Schlaganfall. Die Schwierigkeiten sind ihr heute noch beim Laufen anzusehen. Auf dem Weg zum Straßenschild stützt sie ihr Mann – und auch der Rollator im Wohnzimmer erinnert an die gesundheitlichen Probleme.

Diese haben natürlich nichts mit der Umbenennung zu tun. Von dieser erfuhren die Prehls, die seit 1988 hier wohnen, vor einem Jahr. Da ging ihnen ein Schreiben des Amtes für Straßenbau und Erschließung zu. "Vorher haben wir nichts gewusst", sagt Schreiner Manfred Prehl. Die Mitteilung: Ihr Haus liegt künftig am Karl-Klee-Weg, die neue Hausnummer ist 9. Die prangt heute rechts an der Feuertreppe. Links des Eingangs ist immer noch die 182 zu sehen. Im nicht ganz neuen Navigationsgerät ist das Haus auch immer noch unter dieser Adresse zu finden.

Einzige Umbenennung

Umbenannt wurde sonst nur das Nachbarhaus. Dort wohnt Sohn Michael. "Ich habe längst resigniert", sagt der, als er über den Garten zu Besuch kommt. Auch er ist nicht glücklich mit der Situation. Die vier anderen Häuserreihen, die heute zwischen Heerstraße und Karl-Klee-Weg liegen, blieben der Heerstraße zugeordnet. "Die haben auch einen Zugang zur Heerstraße", erklärt Ortsvorsteher Christian Wernet (CDU). Genau der fehlt nur bei den beiden Häusern der Familie Prehl.

Doch warum überhaupt einer Straße einen neuen Namen geben? Seit dem Bau der Häuser im Jahr 1950 gehörten sie zur Heerstraße. Auf der anderen Seite war das Gelände von Hartmann & Braun – in den vergangenen Jahren nur noch ein eingezäuntes Wäldchen. Doch genau dies ist mittlerweile verschwunden. Neubauten sind entstanden. "Die neuen Häuser brauchten eine postalische Adresse", sagt Gabriele Dehmer, Leiterin des Amtes für Straßenbau und Erschließung. Diese Häuser hätten aber weder eine Verbindung zur Heerstraße, noch wären dort weitere Hausnummern frei gewesen.

Wer nun also von der Heerstraße links abbiegt und dann weiter in den Karl-Klee-Weg fährt, dort wo das Schild Heerstraße durchgestrichen ist, sieht rechts die neuen Häuser und links Reihenhäuser, die noch zur Heerstraße gehören. Hinten links in der Ecke kommt dann das Doppelhaus der Prehls. "Wir leben im Niemandsland", sagt Brigitte Prehl. Nun habe sie Angst, dass der Rettungswagen das Haus nicht finden könnte. Bei einer 93 Jahre alten Nachbarin sei das erst kürzlich passiert. "Ihr Sohn musste winkend und rufend zur Straßenecke eilen, um dem Krankenwagen den Weg zu zeigen", berichtet sie.

Kein Einzelfall

"Die Leitstellen wurden informiert, auch die Post und die Müllabfuhr", sagt dagegen Dehmer. Zudem sei die Frage gerichtlich gelöst, das durchgestrichene Schild der Vergleich des Verwaltungsgerichts. "Für uns ist die Sache erledigt." Schließlich handele es sich auch nicht um einen Einzelfall – zuletzt habe es das etwa an der Oeserstraße in Nied gegeben. Auch dort habe es Beschwerden gegeben. "Leider gibt es immer mal jemanden, der von so etwas benachteiligt wird."

"Es gab leider keine andere Lösung", meint Wernet, der den "Unmut nachvollziehen kann". Allerdings sollte abgewartet werden, bis das gesamte Projekt nördlich der Heerstraße abgeschlossen ist. Das müssen die Prehls nun auch. Denn für sie gibt es noch mehr Kritikpunkte, etwa ein nun freier Blick auf die A 5 und die Halbierung der Parkplätze. "Es bleibt ein Riesenaufwand, dass Leute zu uns finden", ärgert sich Manfred Prehl.(ses)



Artikel Frankfurter Neue Presse vom 20. April 2012.

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