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14.08.2012

Bäume & Büsche statt wilde Blumen

Streit um Gestaltung des Praunheimer Kreisels geht weiter Seitdem der Praunheimer Kreisel für den Verkehr freigegeben wurde, streiten sich Ortsbeirat und Stadt um seine Gestaltung. Der OBR 7 wünscht sich einen Bezug zum Stadtteil, die Ämter wollen nur Bäume pflanzen. Jetzt steht das Thema erneut auf der Tagesordnung.

Der Praunheimer Kreisel ist ein Wildblumenparadies geworden. Bunt blühend wiegen sie sich im Fahrtwind der Autos, die ihre Runde drehen und in Richtung Heerstraße, Damaschkeanger und Haingrabenstraße davonfahren. Norbert Richter, der für die Freien Wähler im Ortsbeirat 7 (Hausen, Industriehof, Praunheim, Rödelheim, Westhausen) sitzt, schüttelt den Kopf. "Es ist wirklich schade, dass die Stadt auf unsere Anregungen nicht reagiert. Man könnte aus dem Kreisel ein kleines Kunstwerk machen."

Zankapfel

Richter hat die Gestaltung des neuen Verkehrsmittelpunktes im Stadtteil wieder auf die aktuelle Tagesordnung des Ortsbeirates gehoben – mittlerweile zum fünften Mal. Das Thema hat sich zum Zankapfel zwischen dem Bürgergremium und der Stadt entwickelt. Denn alle Versuche, die Fläche aufzuwerten, sind vom Magistrat abgeschmettert worden. Dabei gingen die Mitglieder mit viel Elan an die Planung des neuen Entrees. Im August 2010, ein Jahr vor Fertigstellung des Kreisels, machten sie den Vorschlag, eine Skulptur von Hans Steinbrenner in der Mitte aufzustellen. Der 2008 verstorbene Praunheimer Künstler hatte über die Frankfurter Grenzen hinaus großen Erfolg und war dennoch seinem Stadtteil immer sehr verbunden geblieben.

Die Antwort war eindeutig. Ein bedeutender Künstler wie Steinbrenner, schrieb der Magistrat im Juni 2011, benötige einen "ansprechenden örtlichen Bezugsrahmen, um in seiner Umgebung eine entsprechende Wirkung entfalten zu können". Ein Kreisel sei dafür unangemessen. Und auch für einen anderen Standort in Praunheim, wie ihn der Ortsbeirat sich gewünscht hatte, sah die Stadt schwarz: Eine Skulptur sei wahrscheinlich nicht unter einem sechsstelligen Betrag zu bekommen.

Der Magistrat ist deswegen für eine bescheidende Lösung: Bäume und Büsche sollen den Kreisel hübscher machen. Damit stößt er im Ortsbeirat aber auf Ablehnung. "Das wäre zu wenig", findet Freie-Wähler-Abgeordneter Norbert Richter. Eine Rundfahrt mit CDU-Vorsitzenden Walter Seubert durch Frankfurt habe erst Anfang August gezeigt, dass sich die Leute ein Wappen oder einen anderen Bezug zum Stadtteil wünschen – zum Beispiel einen Hinweis auf die alten Ziegeleien. Ortsvorsteher Christian Wernet (CDU) führt Beispiele aus der Region auf: "In Erlensee bei Hanau gibt es vier Kreisel, die alle unterschiedlich geschmückt sind – mit Wasserspielen, Skulpturen und Blumen." Bisher warte man noch auf entsprechende Vorschläge. Darauf hat die Stadt aber scheinbar keine Lust. "Im Rahmen der Bau- und Finanzierungsvorlage von 2010 ist ein klares Gestaltungskonzept vorgesehen – und zwar vier Bäume und kleinere Büsche", sagt Gabriele Dehmer, Leiterin des Amtes für Straßenbau und Erschließung. "Wenn vom Ortsbeirat keine Regung mehr kommt, werden wir im Herbst beginnen."

Ortskern "runderneuern"

Das fände Norbert Richter schade. Er hat in einem weiteren Antrag dafür plädiert, dass die Bürger ebenfalls bei der Gestaltung einbezogen werden – am besten im Rahmen der Planungswerkstatt, die sich momentan mit der neuen Ortsmitte beschäftigt: Wenn die Praunheimer Werkstätten wegziehen und die Auferstehungsgemeinde ein neues Zentrum baut, bietet sich die Gelegenheit, dem Ortskern eine Rundumerneuerung zu verpassen. "Dann sind die Praunheimer für Gestaltungsfragen sensibilisiert und können sich auch Gedanken um den Kreisel machen", erläutert Richter seine Idee. Ortsvorsteher Wernet hingegen glaubt, dass sich die Planungswerkstatt mit ihrem ursprünglichen Thema schon genug zu tun hat.

Aber Richter gibt nicht auf. Am kommenden Dienstag will er das Thema noch einmal diskutieren. Schließlich, sagt er, gebe es ein prominentes Vorbild: Ex-Oberbürgermeisterin Petra Roth machte sich einst stark für eine Skulptur auf dem Kreisverkehr am Höchster Dalbergplatz – und setzte ihren Willen durch. Seit April 2008 steht dort die Stahlskulptur "Windsbraut" der Bildhauerin Eva Renée Nele Bode. (jro)



Artikel Frankfurter Neue Presse vom 14. August 2012

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