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10.06.2013

Heerstraße wird endlich saniert

Schon im vergangenen Herbst sollte die Sanierung der Heerstraße beginnen. Doch undokumentierte Leitungen im Boden und der Winter machten den Bauarbeitern einen Strich durch die Rechnung. Jetzt aber geht es endlich los.

Mit einem lachenden und einem weinenden Auge blickt Fred Illenberger, Vorsitzender des Siedlervereins Praunheim, auf den kommenden Montag. Denn dann, am 10. Juni, soll die grundhafte Erneuerung der Heerstraße zwischen Ludwig-Landmann-Straße und Stierstädter Straße beginnen. Die Hauptverbindungsader im Frankfurter Nordwesten wird dafür komplett gesperrt.

„Wir sind froh, dass es endlich losgeht“, sagt Illenberger. Denn dann werde der Bau auch irgendwann fertig. Ursprünglich sollte die Sanierung der Heerstraße bereits im vergangenen Herbst begonnen werden. Doch zunächst musste für die Umleitung die Verlängerung der Ludwig-Landmann-Straße und damit deren Kreuzung mit der Heerstraße fertig werden. Zunächst verzögerten aber undokumentierte Leitungen im Boden den Bau, dann der kalte Winter. Zuletzt kostete es weitere vier Wochen, weil aus Sicherheitsgründen eine weitere Bauphase nötig gewesen sei, sagt Florian Langstrof, Projektleiter der Quadro Immobilienentwicklungsgesellschaft, die den ersten Teil des angrenzenden Gewerbegebiets erschließt und diesen Teil der Heerstraße erneuert.

Bis Weihnachten

Nun wird in den kommenden Monaten nicht nur dieser Abschnitt der Heerstraße komplett saniert, auch die Versorgungsleitungen im Boden werden erneuert. „Bis Weihnachten wollen wir fertig sein“, sagt Langstrof. Dazu müssten aber alle Beteiligten „mitspielen“. So ist für die Hausanschlüsse etwa die Mainova zuständig. „Das Risiko ist ein Wintereinbruch Anfang November“, ergänzt der Projektleiter. Auch ihm ist ein zügiger Baufortschritt wichtig: „Alles, was länger dauert, kostet uns Geld.“

Illenberger sorgen aber nicht nur mögliche weitere Verzögerungen, sondern generell die Auswirkungen der Baustelle. „Wir hoffen, dass die Baufirma ihr Wort hält“, sagt er und bezieht dies auf die zugesagte Öffnung der Garagenhöfe an der Heerstraße. „Es soll auch immer eine Schotterstraße zu den Häusern geben“, betont Illenberger. Dies bestätigt Projektleiter Langstrof - eine notdürftige Zufahrt für Feuerwehr und Rettungskräfte müsse es ohnehin immer geben. Illenberger lobt die Baufirma für ihren Umgang mit den Anwohnern: „Die Kommunikation ist gut.“ Zuletzt habe es beispielsweise eine Versammlung gegeben. „Ich habe fast überall geklingelt und konnte die Menschen beruhigen“, erklärt Langstrof. Trotzdem sei auch ihm klar, dass solche Baumaßnahmen immer auch Veränderungen bedeuteten. Für Fragen und Anregungen stehe er aber immer zur Verfügung.

Eine Sorge weniger

Eine Sorge der Siedler scheint aber hinfällig zu sein. Denn Illenberger und Co. fürchteten um den möglichen Schleichverkehr durch die Siedlung. „Das hat sich relativiert“, sagt Illenberger. Zum einen werde die Einfahrt von der Heerstraße in die Eberstadtstraße auch gesperrt, zum anderen verhindere eine Baustelle im Damaschkeanger die Durchfahrt. „Es müsste ruhig werden in der Siedlung“, sagt Illenberger. Aber auch hier gibt es ein weinendes Auge: „Dafür müssen wir große Umwege in Kauf nehmen.“

Auch länger als bis Dezember? Illenberger fürchtet es. „Die Termine haben bisher nie gepasst.“ Eine Baustelle auf der Heerstraße wird die Anwohner aber sowieso weiter belästigen. Denn der nächste Abschnitt in Richtung Alt-Praunheim folgt. „Wie fangen unabhängig von dieser Baumaßnahme Anfang nächsten Jahres an“, sagt Gabriele Dehmer, Leiterin des Amtes für Straßenbau und Erschließung. Dann werde die Heerstraße halbseitig gesperrt und mit Ampeln geregelt, sagt Illenberger, der dadurch noch größere Verkehrsprobleme befürchtet. Doch zunächst steht jetzt die Vollsperrung an.
(ses)



Artikel Frankfurter Neue Presse vom 07.06.2013

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