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02.07.2013

Lübke-Siedlung im neuen Glanz

Sanierung der 605 vermieteten Wohnungen ist eine logistische Herausforderung Der Fortschritt der Sanierung in der Praunheimer Heinrich-Lübke-Siedlung ist unübersehbar. Modernisierte Häuser stehen neben Gebäuden mit dem Charme der 1970er Jahre. In gut zwei Jahren soll der Umbau des Quartiers abgeschlossen sein.

Bei der Sanierung der Heinrich-Lübke-Siedlung läuft alles nach Plan. Zur Halbzeit - 2011 begann die Sanierung der bis zu achtstöckigen Häuser aus den 1970er Jahren - sind die ersten Bauarbeiten bereits abgeschlossen, der erste der fünf neuen Höfe ist fertiggestellt. Dem Abschluss der Sanierung Ende 2015 steht derzeit also nichts im Wege.

„Die Großbaustelle ist für uns eine logistische Herausforderung“, sagt Nicole Becker vom Eigentümer, der ABG Frankfurt Holding. Zumal es sich um eine Kernsanierung „unter vollem Bezug“ handle. Bei 2000 Menschen in 605 Wohnungen sei das „ein gewagtes Unterfangen“. Das Ziel der Sanierung sei, „die dichte Bebauung aufzulockern und die sogenannten Angsträume zu verkleinern“. Mit Angsträumen seien die zahlreichen dunklen, schlecht einsehbaren Stellen in der Siedlung gemeint.

Energieverbrauch sinkt

113 Millionen Euro kosten die Baumaßnahmen insgesamt. 75 Millionen Euro die Instandhaltung, 38 Millionen Euro werden in investierende Maßnahmen gesteckt. Derzeit kosten die Drei- bis Vier-Zimmer-Wohnungen im Mittel 5,50 Euro pro Quadratmeter. Nach der Sanierung werden es 6,30 Euro pro Quadratmeter sein. Allerdings soll die Nebenkosten-Vorauszahlung monatlich im Schnitt 70 Cent pro Quadratmeter weniger betragen. „Neue Fenster und eine bessere Dämmung senken den Energieverbrauch um bis zu 70 Prozent“, sagt Becker. Mit der Sanierung ändern sich nicht nur die Mietkosten. Bislang handelt sich um einhundert Prozent öffentlich geförderten Wohnraum. Nach Abschluss der Arbeiten werde die öffentliche Förderung gesenkt, ein Viertel der Wohnungen sei künftig auf dem freien Markt erhältlich. Für eine bessere Durchmischung der Mieter.

Wie die Siedlung nach der Sanierung aussehen wird, sieht man in Hof 1. Die Bauarbeiten sind an der Heinrich-Lübke-Straße 2 bis 14 weitestgehend abgeschlossen. Ein moderner Anstrich, bodentiefe Fenster und neue Balkone mit bunter Verkleidung. Versteckte Eingänge sind verschwunden, die Häuser werden nun einheitlich über die Hofseite betreten. „Das fördert die Kommunikation zwischen den Mietern. Die Höfe sollen so zu einer Gemeinschaft heranwachsen“, begründet Architektin Juliane Wittmann von Albert Speer & Partner das Konzept. Die Baumaßnahmen an den Häusern plus die Arbeiten an den Außenanlagen dauern ungefähr ein Jahr. Saniert werde abschnittsweise. Während Hof 1 so gut wie fertig ist, wartet Hof 5 derzeit noch auf den Baubeginn.

Neue Wohnhäuser

Eine Renovierung der Wohnungen findet nicht statt, lediglich die Sanitäranlagen werden komplett erneuert. Neben der Sanierung der alten Gebäude entstehen auf dem Gelände drei weitere Wohngebäude in Passivhausbauweise. Ein Haus mit zwölf Wohnungen komplettiert Hof 4, zwei weitere Gebäude mit ungefähr 30 Wohnungen werden in Hof 5 gebaut. Diese Wohnungen werden freifinanziert sein.

Auch im neuen Herzstück der Heinrich-Lübke-Siedlung, dem Quartierszentrum an der Nordostecke zur Ludwig-Landmann-Straße, entsteht neuer Wohnraum. Mit 10,20 Euro bis 11,40 Euro pro Quadratmeter liegen die Preise der 40 Wohnungen allerdings deutlich über den Mieten in den anderen Gebäuden.

In der Ladenzeile im Erdgeschoss findet sich künftig unter anderem der neue Supermarkt. Kunden können in der neuen Tiefgarage parken, die über die Ludwig-Landmann-Straße befahrbar seien wird. Noch im Rohbau befindet sich die große Freitreppe vor dem fünfstöckigen Gebäude. „Das Tor zum Viertel“ sagt Nicole Becker von der ABG. Und zugleich der Zugang zur U-Bahn und zur Nidda.

Im Zuge der Sanierung wird auch die alte Parkgarage aufgehübscht. Aus Bambusstäben und Metall entsteht eine neue Fassade. „Bambus ist günstig, tragfähig und nachwachsend. Außerdem gibt er ein schönes Licht“, so Becker und hofft, dass so auch in der Garage die ungeliebten Angsträume verschwinden.



Artikel Frankfurter Neue Presse vom 02.07.2013, von Judith Dietermann

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