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18.10.2013

Müllberg wächst und wächst

Seit der Sperrung der Heerstraße leert die FES die Gelben Tonnen nur noch sporadisch. Die Heerstraße entwickelt sich immer mehr zu einer Müllkippe. Seit die Straße großräumig saniert wird, lässt die FES die Gelben Tonnen stehen, viele Anwohner entsorgen ihren Plastikmüll am Straßenrand. Auf Nachfrage der FNP will die FES nun mit einer Sonderabfuhr für Ordnung sorgen.

Leere Plastikflaschen, Joghurtbecher, Konservendosen, Plastiktüten und Verpackungen. Alles Müll, der in die Wertstoff-Tonne gehört. Normalerweise. Denn in der Heerstraße stapelt sich dieser Abfall am Straßenrand. Weil die Gelben Tonnen schon seit Wochen sehr unregelmäßig geleert werden, wird der Plastikmüll so entsorgt.

Plastikmüll bleibt stehen

Anwohner Michael Fleischhut, kann über die Zustände in den vergangenen Wochen nur noch den Kopf schütteln. „Mit Einrichtung der Baustelle im Juni kamen auch die Schwierigkeiten mit der Abholung der Mülltonnen“, berichtet der Anwohner. Die 14-tägige Entleerung der Gelben Tonne durch die Frankfurter Entsorgungsbetriebe (FES) habe plötzlich nicht mehr funktioniert. Während Altpapier, Bio- und Restmüll nach wie vor regelmäßig abgeholt wurden.

Seit dem 10. Juni wird die Heerstraße zwischen Ludwig-Landmann-Straße und Stierstädter Straße grundhaft erneuert und ist seitdem komplett gesperrt. Die Sanierung liegt im Zeitplan, zum Jahreswechsel sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. „Wir sind bislang von bösen Überraschungen verschont geblieben und tun alles, dass das auch so bleibt. Nur gegen die Launen der Natur sind wir im Moment noch machtlos“, sagt Johannes Langstrof, Geschäftsführer der Immobilienentwicklungsgesellschaft Quadro, die den ersten Teil des angrenzenden Gewerbegebiets erschließt und diesen Teil der Heerstraße erneuert. Dass es durch die Baustelle Schwierigkeiten mit der Müllentsorgung gebe, ist Langstrof nicht bekannt.

Das wundert Michael Fleischhut, der nicht nur mit der FES, sondern auch mit der Immobilienentwicklungsgesellschaft unzählige Telefonate führte. Bislang ohne großen Erfolg. „Ich soll die Tonnen an eine Stelle rollen, die für den Fahrer besser erreichbar ist. Bei 300 Metern Baustelle eine Kunst. Außerdem finden die anderen Müllautos ja auch den Weg durch die Baustelle“, wundert sich Fleischhut über die Auskunft der FES an der Hotline. So sei am Montag der Restmüll abgeholt worden, der Müllwagen für die Gelbe Tonne nur eine Stunde später vorbeigefahren. Zumindest einmal waren Fleischhuts Anrufe von Erfolg gekrönt. „Im August wurde die Gelbe Tonne doch tatsächlich abgeholt.“ Dann war jedoch Schluss, sowohl im September, als auch im Oktober blieben die Tonnen stehen.

Die FES rückt an

Der FES ist die Problematik bekannt, es habe bereits eine Ortsbegehung gegeben. „Auf einer Baustelle ändert sich stündlich die Situation. Kommt der Wagen für den Restmüll durch, steckt das Fahrzeug für die Gelbe Tonne fest, weil ein Bagger den Weg blockiert“, sagt FES-Sprecherin Stephanie Pieper. Für die verpasste Montagsleerung seien der schlammige Boden und im Weg stehende Baufahrzeuge die Ursache. Warum der Restmüll eine Stunde zuvor problemlos abgeholt wurde, konnte sie nicht sagen. Allerdings wird die FES jetzt endlich aktiv, plant für heute eine Sonderabfuhr. „Schlimm, dass solche Situationen immer über die Medien eskalieren müssen, ehe etwas passiert“, meint Pieper.



Artikel Frankfurter Neue Presse vom 18.10.2013. Von Judith Dietermann

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