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05.11.2004

Hoffen auf Wasser

Wird der Steinbach jemals ein dauerhaft wasserführender Bach werden? Oder wird es die teuerste Kloake(620 000 €) Frankfurts!



Der Steinbach in Praunheim hat zwei Läufe. Neben der Verrohrung, die bei Hochwasser einen schnellen Abfluss in die Nidda ermöglichen soll, hat er durch die Fritz-Lennig-Anlage ein romantisches Bachbett erhalten. "Kein Rathaus ohne Fenster, sondern ein Bachlauf ohne Wasser", meinte Alfred Mönig, in den 70er Jahren CDU-Ortsvorsteher im Ortsbezirk 7, werde da der Öffentlichkeit vorgestellt.

Stadtrat Franz A. Zimmermann (FDP) hatte es gestern in der Tat schwer, den neu gestalteten Bachlauf des Steinbachs zwischen der Altenwohnanlage am Praunheimer Weg bis zur Mündung in die Nidda den etwa 60 Bürgern als "sinnvolle Investition" zu vermitteln.




Der geschwungene Bachlauf führt nämlich keinen Tropfen Wasser. Daran änderte auch nichts, dass ein Praunheimer mit einer Gießkanne voll Wasser ankam.

In den 60ern wurde der Steinbach verrohrt, da er kaum Wasser führte und das Bachbett einer Müllhalde glich. In den 90ern beschlossen die Kommunalpolitiker, den Bach ans Tageslicht zu holen. Für 620 000 Euro wurde in den letzten Monaten der Bachlauf neu gestaltet. Den Stadtsäckel belastete dies nicht, da das Projekt als "naturschutzrechtliche Ausgleichsabgabe" finanziert werde.

Die Praunheimer fürchten wegen des Wassermangels jedoch, dass der Bach bald wieder verwildert und zu einem Stickenden Biotop, wenn nicht zu einer stickenden Kloarke wird. Optimistisch dagegen sind die 17 Kinder des Kindergartens der Auferstehungsgemeinde mit Ihrer Kindergärtnerin Petra Pfeiffer. Sie haben sich mit der Jugendgruppe des Hausener Anglerverein als Bachpaten verpflichtet.

Auszüge aus der

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