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25.04.2005

Fahrradroute: Ortsbeirat lehnt Planungen ab

Zwar freut sich der Ortsbeirat 8 (Nordweststadt, Niederursel, Heddernheim) über die Absicht des Magistrats, die Radroute Weißkirchen bis hin zur Ernst-Kahn-Straße fortzuführen.
Von Sören Rabe

Doch mit den vorgelegten Planungen sind sie alles anderes als zufrieden. Mehrheitlich wurde die Ausarbeitung abgelehnt.

Vor allem, dass in der Nordweststadt ein neuer Radweg gebaut werden soll, obwohl bereits auf der anderen Straßenseite ein Weg existiert, stieß bei der Sitzung des Stadtteilparlaments am Donnerstagabend auf Unverständnis. «In Anbetracht der schlechten finanziellen Lage der Stadt, sollte das genutzt werden, was vorhanden ist», sagte der CDU-Fraktionsvorsitzende Martin Daum. Genauso unlogisch sei es, bei der vorgelegten Planung nicht die neue Fahrradunterführung am Nordwestzentrum (am Fleischerhaken) einzubeziehen. «Dann ist das Bauwerk völlig sinnlos, weil da keiner mehr lang fährt», ärgerte sich Norbert Husemann (CDU).

Die Christdemokarten hatten auch gleich Änderungsvorschläge parat, die gegen die Stimmen der Grünen angenommen wurden. So soll auf eine beidseitige Streckenführung des Radweges zwischen Erich-Ollenhauer-Ring und dem Zebrastreifen Ernst-Kahn-Straße verzichtet werden. Denn dadurch würden dringend benötigte Parkplätze in der Nordweststadt wegfallen. Die Radroute soll in Richtung Weißkirchen entlang des Nordwestzentrums ohne Überquerung der Ernst-Kahn-Straße geführt werden, weiter vom Erich-Ollenhauer-Ring durch die neue, extra auch für Radfahrer angelegte Unterführung hinauf auf die erste Brücke über den Hammarskjöldring entlang des Abenteuerspielplatzes bis hin zu der vom Magistrat geplanten Streckenführung der Radroute im Martin-Luther-King-Park.

Viele Bürger werden aufatmen, wenn die quälende Kurvenfahrt von Pkw, Lkw und Bussen am Knotenpunkt Niederurseler Landstraße/ Weißkirchener Weg/Alt-Niederursel/Praunheimer Weg ein Ende hat, freut sich der Ortsbeirat über die weiteren Pläne des Magistrats zur veränderten Verkehrsführung in Niederursel. Doch Details der Planung «sind unbefriedigend». Der Ortsbeirat lehnt eine gegenläufige Pkw-Verkehrsführung im oberen Hammarskjöldring ab. Der Hauptverkehrsstrom Richtung Gerhart-Hauptmann-Ring, insbesondere im Berufsverkehr, läuft daher heute und zukünftig über die Roßkopfstraße und die Niederurseler Landstraße und sollte deshalb gegenüber Verkehr aus Richtung Praunheim bevorrechtigt sein. Am Knotenpunkt sollte stattdessen die Vorfahrtstraße in Richtung Weißkirchener Weg führen.

Die Forderung der Grünen, in diesem Gebiet eine Tempo-30-Zone einzurichten, fand keine Zustimmung. «Dann werden auch alle Zebrastreifen entfernt, weil die in derartigen Zonen nicht erlaubt sind», warnte Alfons Meister (BFF) vor zu viel Aktionismus. Denn damit würden die Gefahren für Fußgänger erhöht. Das sahen auch die übrigen Mitglieder des Stadtteilparlaments so.

Die Ablehnung der Grünen zu den Gegenvorschlägen der CDU begründete Gerlinde Schütte für ihre Fraktion damit, dass, wenn schon in Frankfurt endlich etwas für die Radfahrer getan werde, man die Stadt dabei unterstützen wolle. «Schließlich ist ein beidseitiger Radweg eine gute Sache.»




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