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17.05.2005

Wenn der Nachwuchs ausbleibt

Das Thema Kinderkriegen und eine stetig fallende Geburtenrate beherrscht bundesweit die Öffentlichkeit, weshalb bereits Wirtschaftswissenschaftler eine Halbierung der Rente bei kinderlosen Paaren in Betracht ziehen.
Von Thorsten Krause

Gründe für ausbleibenden Nachwuchs sehen Gesellschaftsforscher vor allem in beruflichen und wirtschaftlichen Ängsten manifestiert, die viele, vorwiegend junge Paare, vom Kinderkriegen abhält. Aber es gibt auch Eheleute, die sich nichts sehnlicher als eine Schwangerschaft wünschen, aber aus biologischen Gründen dazu nicht in der Lage sind.

«Diese Paare werden immer mehr», sagt Eberhard Merz, Professor am Krankenhaus Nordwest, «nicht zuletzt wegen ständig nachlassender Spermaqualität in den vergangenen Jahren.» Dafür macht der Chefarzt der Frauenklinik in erster Linie einen «stets wachsenden Stressfaktor in der Gesellschaft» verantwortlich. Weshalb auch mittlerweile bei Paaren, deren Kinderwunsch nicht erfüllt wird, die «Hauptschuld» zu 50 Prozent bei den Männern liegt. Sollte die Zeugungsfähigkeit bei einem Mann nicht ausreichend sein, dann bleibt Professor Merz nur noch die Möglichkeit, durch eingehende medizinische Untersuchungen und einem darauf folgendem Beratungsgespräch den Ursachen auf die Spur zu kommen und mögliche, biologische oder seelische, Störungsquellen herauszufinden, damit den Betroffenen geholfen werden kann.

Und um mögliche Behandlungsmöglichkeiten bis hin zur künstlichen Befruchtung diesen näher zu bringen, berichtet Professor Merz bei einer Informationsveranstaltung unter dem Titel «Unerfüllter Kinderwunsch» über Methoden und Kosten von Therapien; wägt Erfolgschancen ab und klärt über Risiken auf. In jedem Quartal wird es nun «zukünftig eine solche Informationsveranstaltung geben», sagt Anja Kahdemann, «um danach interessierten Paaren bei einer persönlichen Beratung über die einzelnen Abläufe konkret zu informieren und einen individuellen Kostenrahmen für sie zu erstellen», so die 33-Jährige Arzthelferin weiter. Sind beispielsweise bei einer Frau mit unerfülltem Kinderwunsch die Eileiter durchgängig und das Sperma des Mannes nur gering eingeschränkt, wird eine Behandlungsmaßnahme angewandt, «bei der mehrere Spermien aufbereitet und über einen dünnen Katheder in die Gebärmutter injiziert werden», berichtet Professor Merz. Die Voraussetzung für diese rund 300 bis 500 Euro teure Methode ist ein intaktes oder nur wenig eingeschränktes Spermiogramm des Mannes.

Bei einer Hormonbehandlung wird durch Hormonzufuhr bei der Frau eine Entwicklung von guten Follikeln (Hülle der reifenden Eizellen) erwartet, wobei Kosten von 500 bis 1000 Euro entstehen können. Eine In-Vitro-Behandlung mit Embryotransfer oder eine Spermieninjektion – wo nur die besten Spermien benutzt werden – kann bis zu 3500 Euro kosten. Und seit Anfang 2004 tragen diese die gesetzlichen Krankenkassen nur noch zur Hälfte und auch nur bei Verheirateten, die nicht jünger als 25 und älter als 40 (Frau) und 50 Jahren (Mann) sind, «weshalb auch unser detaillierter und individueller Behandlungsplan sinnvoller Weise einen Kostenvoranschlag beinhaltet», so Frau Kahdemann.

Die seit fast zehn Jahren im Krankenhaus Nordwest Beschäftigte weist in diesem Zusammenhang auf die Notwendigkeit einer freundlichen Atmosphäre und «den familiären und persönlichen Charme» im Kinderwunschzentrum in Frankfurt hin. Und tatsächlich ähneln das Foyer sowie die Behandlungs- und Beratungsräume nicht dem tatsächlichen Interieur der meisten Krankenhäuser. In «unserem Ultraschall-Zentrum der höchsten Qualität», wie Professor Merz betont, finden sich nach einer erfolgreichen künstlichen Befruchtung ­– «Tendenz steigend» – diese Frauen zu weiteren Untersuchungen und Kontrollen während der Schwangerschaft ein, weshalb einer zu geringen Geburtsquote auf diesem Wege vielleicht ein wenig Abhilfe geschaffen werden kann. So hoffen zumindest die Mediziner.




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