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10.07.2005

Anwohner sind gegen neuen Supermarkt

«Sie wollen das Gelände mit Ihrer Bausünde teuer verkaufen, und wir können es ausbaden.» In solchen Vorwürfen von Anwohnern gegen den Deutschen Verein gipfelte der Versuch, auf einem Bürgerabend über den Abriss des Gebäudekomplexes «Am Stockborn» und den geplanen Neubau eines Lidl-Marktes zu informieren.

Und so erhitzen sich die Gemüter an der Frage, ob ein Markt in einem reinen Wohngebiet das Kaufangebot bereichern kann, ohne durch zusätzlichen Autoverkehr das Bedürfnis nach ruhigem Wohnen zu stören. Zumal nach aktuellem Stand eine Bebauung direkt an den Rand der Oberfelder Straße vorgesehen ist.

Das Ziel einer gründlichen Aufklärung und Zerstreuung von Bedenken haben die Vertreter des Deutschen Vereins, der AWO, der Supermarktkette und der beauftragten Baufirma BIL jedenfalls verfehlt. Vielmehr bleiben zur Bau- und Verkehrsplanung noch etliche Hausaufgaben zu erledigen. So gaben rund 100 Anwohner ihrem Ärger Ausdruck, bei der Nutzung des Geländes übergangen worden zu sein.

Nur eine Minderheit würdigte den Versuch, die wenig ansehnlichen Gebäudekomplex aus den 70er Jahren zu ersetzen und dabei das Kaufangebot in der Nachbarschaft zu erweitern. «Jahrelang suchten wir nach anderen Möglichkeiten, doch niemand wollte an diesem Standort investieren und hohe Sanierungs- oder Abrisskosten tragen», beteuerte Michael Löher, Geschäftsführer des Deutschen Vereins. Klaus Nattrodt, Ortsvorsteher im Ortsbeirat 8 (Heddernheim, Nordweststadt, Niederursel, Riedberg) konnte nur schwer zwischen den gegensätzlichen Interessen vermitteln: «Wenn die Hochhäuser am Ende über Jahre leer stehen und verfallen, kann das auch keiner wollen», betonte er.

Vor einem Jahr zog der Deutsche Verein nach Berlin um, suchte nach eigenen Angaben nach einem zahlungskräftigen Investor für das Frankfurter Gelände, auch um sozialen Verpflichtungen gegenüber seinen Mitarbeitern nachzukommen. «Wegen Asbest und hoher Brandschutzauflagen sind die Gebäude aber kaum sanierungsfähig», erklärte Löher. Also suchte man nach vorherigen Untersuchungen einen Anbieter, der vor allem Praunheim mit einem neu zu bauenden Markt versorgen soll. Nach einem Vorvertrag soll Lidl das Areal für 1,8 Millionen Euro kaufen, einschließlich Abriss insgesamt rund 3,5 bis 4 Millionen Euro für 1200 Quadratmeter Verkaufsfläche und rund 100 Parkplätze investieren.

Neu waren diese Absichten von Lidl den Anwohnern nicht. Gerade das Gefühl einiger Bürger, seit der ersten Diskussion über den Lidl-Markt im Ortsbeirat seien die Pläne nicht grundlegend und seriös überarbeitet worden, ließ die Wellen der Empörung höher schlagen. Fehlende Mittelstreifen oder Abbiegespuren auf vorläufigen Plänen ließen den Eindruck entstehen, als seien angemeldete Ängste über ein Verkehrschaos mit Rückstauungen bis zur Heerstraße und Schleichverkehr durch die Straße Am alten Schloss nicht berücksichtigt worden.

«Das sind nur die Vorplanungen auf Katastervorlagen», beruhigte Gottfried Langstrof von BIL und erklärte die Grundidee, die Zufahrt zum Markt ausschließlich über die Straße Am Stockborn zu ermöglichen. Dass die umliegenden Straßen als Zufahrten nicht mehr benötigt würden, wollte ihm aber kaum einer glauben. Zumal die große Befürchtung, massiver Autoverkehr durch Kunden und Zulieferer werde für erhebliche Lärmbelästigung sorgen, durch die aktuellen Baupläne von Lidl und BIL noch einmal neue Nahrung bekommen hat: Danach soll der Markt nicht mehr mittig auf dem Areal des Deutschen Vereins mit umgebender Begrünung platziert werden, sondern direkt an die Oberfelder Straße herangebaut werden.

«Eine Vorgabe, die uns das Stadtplanungsamt gemacht hat», beteuerte Langstrof. Für die Anwohner an dieser Straße ein schwacher Trost. Lidl-Immobilienleiter Walter Ruppel versicherte, Ware würde nur außerhalb der Nachtzeiten bei schonendem Lauf der Lkw-Motoren angeliefert. «Ein Markt ohne ausreichende Zufahrtsmöglichkeiten mit dem Auto auch für Kunden ist heute aber nicht mehr realistisch», betonte er.

Lidl und BIL nahmen zahlreiche Anregungen aus der Versammlung mit, wollen vor allem in einem Punkt nachhaken: «Der Bau des Marktes direkt an die Oberfelder Straße entsprach auch nicht unseren Vorstellungen. Wir werden da mit der Stadt noch mal sprechen», stellte Langstrof in Aussicht. (got)




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