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01.06.2004

Eine runde Sache für die Jugend

Mit Fußballturnier von vier Teenieclubs beginnt in Frankfurt neue Phase der Zusammenarbeit

Praunheim.
Geschickt gedribbelt, gezielt gepasst, gekonnt und geflankt, ein Schuss, ein Tor. Doch für den Gegner ist noch alles drin. Die Spieler auf dem Sportplatz in Praunheim schenken sich nichts, es geht um die lokale Ehre - beim Turnier der Frankfurter Teenieclubs. Niederrad gegen Gallus, Seckbach gegen Niederrad, Gallus gegen Seckbach und Praunheim gegen Gallus. Während auf dem Rasen der Kampf um Tore und Platzierung weiter geht, herrscht am Spielfeldrand unter den Mitarbeiter der Teenietreffs eitel Freude.

Bei ihren regelmäßigen stadtteilübergreifenden Treffen entstand die Idee zu diesem Fußballturnier. «Erstmals findet heute eine frankfurtweite Vernetzung der Teenietreffs statt», erklärt Cornelia Zippel von der Niederräder Jugendkulturwerkstatt «Break 14». Ausgerichtet hat diese erste Aktion der Praunheimer Teenietreff unter Leitung von Thore Detsch.

Insgesamt gut 60 Jugendliche tummeln sich unter strahlendem Himmel auf der Praunheimer Sportanlage unter den zufriedenen Augen ihrer Betreuer. Die Eltern glänzen durch Abwesenheit. Ein typisches Phänomen für die Altersgruppe der Zwölf- bis 16-Jährigen und die essenzielle Berechtigung für die Einrichtung der Teenieclubs, sagt Rachid Rawas, Mitarbeiter der offenen Jugendarbeit in Seckbach. «Wir begleiten die so genannten Lückenkinder - zu groß für den Hort, zu jung für Jugendtreffs.» Und zudem in dieser entscheidenden Lebensphase zu oft von den Eltern sich selbst überlassen. «Die Eltern meinen häufig, wenn ihre Kinder 13 oder 14 seien, hätten sie ihren Erziehungsauftrag erfüllt, widmen sich wieder stärker ihrer Karriere, die Kinder aber brauchen noch dringend einen Ansprechpartner», sagt Rawas.

Vor zweieinhalb Jahren rief deshalb die Stadt Frankfurt das Projekt Teenieclub ins Leben, um diese Lückenkinder aufzufangen. Sieben Einrichtungen in sechs Stadtteilen wurden darauf hin gegründet - von unterschiedlichen Trägerorganisationen: Von der Arbeiterwohlfahrt über den Internationalen Bund bis zum Hortverein.

20 bis 60 Kinder betreuen die Teenieclubs jetzt je nach Konzept: Mal als offene Einrichtung, mal mit Hausaufgabenhilfe, meist mit Mittagessen. Alle haben sie zusätzliche Angebote wie Kunstprojekte, Sport oder Kultur. Vor allem aber: «Wir können die Kinder bei ihren Problemen, die in diesem Alter besonders auftreten, auffangen - auch Vermittler zwischen ihnen und ihrem Zuhause sein», erklärt Zippel.

Mit dem Fussballturnier am Samstag soll eine weitere Stufe des Projektes zünden: Die stadtteilübergreifende Zusammenarbeit und Begegnung der Jugendlichen, die Betreuer treffen sich ja ohnehin schon. Weitere gemeinsame Projekte sind schon in der Planung: Ein Basketballturnier oder etwa eine Grafitti-Aktion.

Allerdings steht das gesamte Projekt Teenieclub auf wackeligen Beinen. «Eigentlich stellt die Stadt das Geld nur bis zum Jahresende zur Verfügung», berichtet Wilma Nyari von der Einrichtung im Gallus. Sie und ihre Kollegen und Kolleginnen hoffen auf die Verlängerung um ein Jahr. Auch das Jugendamt stehe dem Ganzen uneingeschränkt positiv gegenüber, beteuern die Mitarbeiter unisono. Die endgültige Entscheidung vor dem Hintergrund der klammen Haushaltskasse der Stadt Frankfurt steht noch aus.

Diejenigen, um die es bei der Diskussion geht, berührt all das am Samstagnachmittag wenig. Mit Herzblut engagieren sich die Teenager im Kampf für die eigene Mannschaft. Nachdem in zwei Gruppen mit je drei Teams die Vorrunde entschieden wurde, geht es weiter mit Viertel- und Halbfinale und schließlich zum Endspiel.

Es zeigte sich: Haushohe Gewinner oder Verlierer gab es nicht, die Jugendlichen sind alle stark. Ob dafür die Arbeit der Teenieclubs verantwortlich ist, sei dahin gestellt - denn die wenigsten ihrer Besucher gehören einem Fußballverein an, berichten die Betreuer. Der Sieger des Tages geht aus dem Elfmeterschießen hervor, mit 3:2 siegt der Teenieclub Galluspark.

(jas)




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