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17.08.2005

Alkoholverbot fürs Zehntscheunenfest

Bürgerverein untersagt das Mitbringen von harten Getränken und will Platzverweise aussprechen

Der Brückenschlag über den Nidda-Altarm wurde bereits am vergangenen Wochenende vollzogen. Das Festzelt wird am Donnerstag aufgebaut. Von Freitag, 19., bis Sonntag, 21. August, steht Praunheim wieder ganz im Zeichen des Zehntscheunenfestes.

Der Bürgerverein als Organisator des größten Festes in den nordwestlichen Stadtteilen will in diesem Jahr allerdings verstärkt gegen «Mitbringsel» vorgehen. Da dieses Fest mit hohen Unkosten verbunden sei – allein die durch das Technische Hilfswerk errichtete Brücke koste 3500 Euro – solle der zunehmenden Unsitte der mitgebrachten Getränke entgegentreten werden. «Wir werden mit Platzverweisen reagieren», kündigt der Vorsitzende Wilfried Windecker an. Man verzichte schon bewusst auf den Verkauf von harten Getränken, das solle nun auch durchgesetzt werden. Natürlich werde damit kein Alkoholverbot ausgesprochen, den wird es nach wie vor an zahlreichen Stände zu kaufen geben – in Form von Bier, Wein, Sekt und Spezialitäten.

Für die drei Tage des Festes hat der Bürgerverein die Verantwortung, auch für die eigentlich öffentliche Graebestraße, auf der zahlreiche Stände aufgebaut sind. «Für diese Zeit ist die Straße dem öffentlichen Verkehr entwidmet», sagt Stefan Krupa, beim Ordnungsamt zuständig für Veranstaltungen. In diesem Falle müsse der Bürgerverein alles tun, um für die Sicherheit und den reibungslosen Ablauf zu sorgen. Notfalls auch mit Platzverboten.

Das Programm selbst ist nicht so vielseitig wie im Jubiläumsjahr 2004, als Praunheim 1200 Jahre feierte und das Zehntscheunenfest mit einem mittelalterlichen Spektakel aufwartete. Doch Wilfried Windecker ist sich sicher, dass «wir viele Highlights zu bieten haben». Es wird wieder eine Bühne unter anderem mit Tanzmusik, Jazz, den Happy Singers, dem Gaukler Jo und den Men in Kilts geben. Erstmals auf dem Praunheimer Zehntscheunenfest wird die Gruppe «The Gypsys» am Freitagabend für die richtige Stimmung sorgen. «Wir hoffen dabei auf ein ausverkauftes Haus», freut sich Windecker, dass diese «Top-Band» kommt. Und nicht zu vergessen natürlich «Fullstop». Die Praunheimer Jungs dürfen bei «ihrem» Fest nicht fehlen.

Es gibt aber auch Erfreuliches zu berichten: über die freiwilligen Helfer beim Fest. Das Gemeinwesen leben davon, dass Bürger an seiner Gestaltung mitwirken. Ansonsten würde es nicht funktionieren, wenn nicht Millionen von Menschen in Verbänden, Kirchengemeinden oder Vereinen freiwillig und unentgeltlich mitarbeiten würden. «Auch unser Bürgerverein ist auf seine vielen Helfer angewiesen», so der Vorsitzende. Allein für die Organisation und den Ablauf des Zehntscheunenfestes «benötigen wir deutlich über 100 Helfer». Als kleines Dankeschön gibt es dafür die Nachfeier für die Helfer. Mitmachen lohnt sich also. Auch die «qualitätvolle Sanierung der Zehntscheune» und deren Unterhalt wäre ohne die vielen fleißigen Helfer nicht möglich. Denn der Erbpachtzins sowie die Aufwendungen für Gebühren und Versicherungen seien sehr hoch.

Das Fest beginnt am Freitag, 19. August, um 19.30 Uhr. Franzl spielt dann mit seinem Akkordeon im Weingarten. Um 20 Uhr tritt Andreas Lippmann mit Musik und Unterhaltung auf der Festbühne an der Zehntscheune auf. Zu gleichen Zeit legen «The Gypsys» im Festzelt an der Praunheimer Brücke los, der Eintritt kostet 10 Euro.

Der Samstag beginnt um 15 Uhr mit der Kaffee und Kuchen in der Zehntscheune, um 16 Uhr öffnen die Stände in der Graebestraße. Helmut Fujan sowie die Happy Singers sind um 19 Uhr auf der Bühne zu hören, während Franzl wieder im Weingarten aufspielt. Roy Hammer & Die Pralinées sorgen von 20 Uhr an im Festzelt für Stimmung, für 10 Euro Eintritt.

Mit einem Jazz-Frühschoppen startet der dritte und letzte Festtag an der Zehntscheune. Das Peter-Hermann-Quartett bietet New-Orleans-Jazz vom Feinsten. Am Nachmittag kommen die Kleinsten mit einer Kinder-Olympiade, einem Bambini-Fußballturnier sowie dem Patü-Kinder-Theater zum Zug. Bei einem Showprogramm werden Männer im Kilt, ein Gaukler, ein Musikcorps und anderes mehr geboten. Zum Abschluss wird Fullstop im Festzelt (freier Eintritt) von 18 Uhr an noch einmal zum Mitsingen und Mittanzen animieren. Um 23 Uhr ist offizielles Festende – ohne «Alkoholleichen».

Von Sören Rabe




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