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13.09.2005

Kein Fest in Westhausen, AWO sagt resigniert ab

Der Vorstand der Arbeiterwohlfahrt (AWO) hat den "Westhausener Nachmittag" zum Jubiläum "75 Jahre May-Siedlung Westhausen" kurzfristig abgesagt. Die Veranstaltung am 25. September im Bürgertreff in der Kollwitzstraße könne aus terminlichen und personellen Gründen nicht stattfinden, begründete AWO-Vorsitzender Gerhard Opfer den Schritt kurz und bündig.

Vorgesehen war ein gemütlicher Sonntagnachmittag bei Kaffee und Kuchen mit musikalischer Unterhaltung, bei dem sich Alt- und Neu-Westhausener näher kommen sollten. Elke Sautner, stellvertretende Vorsitzende des etwa hundert Mitglieder zählenden Ortsvereins und SPD-Stadtverordnete, sagte: "Wir haben einfach zu wenige Mitglieder, die bei solchen Festlichkeiten aktiv mitmachen." Die Bevölkerung der Siedlung befinde sich in einem generationsbedingten Umbruch. Es sei äußerst schwierig, die Neubürger in die alten Siedlungsstrukturen einzubinden. Aus Vorstandskreisen wurde zudem die mangelnde Unterstützung der anderen Organisationen des Stadtteils moniert.

Auch der Flohmarkt des Kulturkreises mit Rahmenprogramm auf dem Gelände der Liebigschule im Frühsommer war eher ein Flop. Während die Flohmarktstände einigermaßen Beachtung fanden, kamen zum Programm mit Jugendtheater und Jazzband gerade mal ein Dutzend Bürger. Die Westhausener hätten offenbar keine Lust zum Feiern und interessierten sich kaum für die Entwicklung und sozialpolitische Geschichte der Siedlung, sagten einige frustrierte und resignierte Vorstandsmitglieder. rw




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