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18.11.2005

Wie die May-Siedlung eine Zukunft hat

Was können wir tun, um die Siedlung Praunheim an die Bedürfnisse von heute anzupassen, ohne die Gedanken von gestern zu zerstören?
Von Sören Rabe

Diese Frage steht im Mittelpunkt der Ausarbeitung von Studenten des Instituts Wohnen und Entwerfen der Universität Stuttgart. Die Ergebnisse sind bis zum 16. Dezember im Ernst-May-Haus, Im Burgfeld 136, zu sehen.

«Sehen Sie die Entwürfe mit einem Augenzwinkern», forderte der Institutsleiter, Professor Thomas Jocher, die Besucher der Ausstellungseröffnung am Mittwochabend auf. Die Studenten seien nicht so mit den alltäglichen Problemen befasst, sondern konnten hier ihrer Fantasie freien Lauf lassen. Schließlich habe es sich nicht um einen Architekturwettbewerb gehandelt. Er selbst sehe in der May-Siedlung einen Wert, auf den die Bewohner stolz sein können. «Die Menschen schätzen alte Dinge, pflegen ihre alten Autos.» Dies sollte auch auf Häuser übertragen werden, hofft der Professor. Ein Umdenken sei auch langsam zu erkennen, wie auch das Beispiel Ernst-May-Haus zeige.

Die Studenten fanden ganz unterschiedliche Ansätze. Miriam Lousame Gutiérrez richtete ihren Blick auf den ersten Bauabschnitt in Praunheim und die fehlenden Freizeitzentren, öffentlichen Einrichtungen und Geschäfte. Sie entwickelte eine Architekturlandschaft, die die Siedlung mit den Grünflächen an der Nidda verbindet: mit Sporthalle, Schwimmbad und öffentlichen Flächen für Märkte.

Marion Hezard beschäftigte sich dagegen mit den May-Häusern des zweiten Bauabschnittes. Sie versucht, die Häuser den heutigen Wohnbedürfnissen anzupassen. Sie schlägt eine Entkernung der Gebäude vor, in denen zwei gleich große Raumeinheiten pro Geschoss entstehen, die über eine Treppe in der Mitte verbunden sind. Zum Garten hin wird die Fassade durch eine großzügige Verglasung aufgebrochen.

Einen ungewöhnlichen Vorschlag macht Emil-Alexandru Dinu-Popa, der ein «Wohnen im Parkhaus» entwickelt hat. Seine experimentelle Wohnungsart beschäftigt sich mit den Häusern an der Heerstraße. Das größte Problem der Siedlung hat der Student an den fehlenden Parkplätzen fest gemacht. An den zweigeschossigen Wohneinheiten sind die Parkflächen angeordnet. Die Autos werden per Aufzug vor der jeweiligen Wohnung abgestellt. Ob dieses «Wohnregal» allerdings tatsächlich den Wünschen der Praunheimer entspricht?

Vielleicht dann doch eher der Vorschlag von Yanting Zou, der mehrere Häuser zusammenlegen will, was zum Beispiel in der Siedlung Westhausen bereits praktiziert wird. Yanting Zou will aber drei Einheiten zu einem Drei-Familien-Haus zusammenfügen und zusätzlich mit einem Dachgeschoss erweitern. Das neue Haus hätte dann im Erdgeschoss eine altengerechte Wohnung, im ersten Stock Platz für junge Familien mit Kindern und auf der oberen Ebene Wohnraum für Singles oder Paare.

Dass die Studenten nicht einfach ins Blaue hineingeplant haben, verdeutlichten Professor Stefanie Eberding und Diplom Ingenieur Siegfried Irion. Im November 2004 sei die Gruppe zu Gast in Frankfurt gewesen. Unterstützt vom Siedlerverein Frankfurt und der Ernst-May-Gesellschaft haben die Studenten mehrere Häuser und Wohnungen besichtigen können. Dazu wurden die Bewohner interviewt. «Wir haben festgestellt, dass die Menschen sich hier wohlfühlen», sagt Stefanie Eberding. Das größte Problem sei das Fehlen von altersgerechten Wohnungen. Denn noch immer wohnen viele älteren Menschen in Praunheim, die nicht wegziehen wollen. Auf der anderen Seite reiche der Platz für Familien mit Kindern nicht aus. Auch die Problematik der Parkplätze sei im Straßenbild deutlich erkennbar. «Die Siedlung ist nicht für Autos geplant worden.»

Der Sozialwissenschaftler Gerd Kuhn, der die Idee entwickelte, dass sich die Studenten aus Stuttgart mit den May-Häusern überhaupt befassten, sieht daher die Zeit gekommen, «grundlegend über die Zukunft der Siedlung Praunheim nachzudenken». Der Charakter müsse dabei bewahrt, aber auch neue Möglichkeiten eröffnet werden.

Die Ausstellung May Day mit den Entwürfen ist im Ernst-May-Haus, Im Burgfeld 136, bis zum 16. Dezember, jeweils samstags, 14-18, Uhr zu sehen.




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