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14.06.2004

Von der Kunst, Brücken zu schlagen

Von Oscar Unger

Nordweststadt. Brückenschlag gelungen, Optik gewöhnungsbedürftig.

«Die ist ja ganz schief», entfuhr es Sonntag früh einem der knapp drei Dutzend Zuschauer, die dabei waren, als der neue Praunheimer Steg vom Nordwestzentrum über den Erich-Ollenhauer-Ring in Position gehievt wurde. Und tatsächlich hat die 45 Meter lange und sieben Meter breite Bogenbrücke ein Gefälle von sechs Prozent. Das bedeutet, dass der Überweg auf der Centerseite 2,70 Meter höher liegt, als an seinem Ende an der Bernadottestraße. Was für den Laien auf den ersten Blick wie ein Planungsfehler wirkt, ist gewollt. «Nur so ist ein barrierefreier Zugang auch für Rollstuhlfahrer gewährleistet», erklärt Klaus Schneider, der Hausarchitekt des NWZ. Eine denkbare Alternative wären Treppen oder Aufzüge gewesen. Zu teuer. Und eine andere Version, bei der die Brücke einen leichten Bogen geschlagen hätte, musste verworfen werden. Das dafür notwendige Fundament hätte mitten in den unter dem Ollenhauer-Ring verlaufenden Versorgungstrassen mit Kabeln und Wasserleitungen gestanden. Trotz ihres Gefälles kann sich die schlanke Edelstahl-Konstruktion mit den beiden leicht nach innen geneigten silbermatten Rohr-Bögen sehen lassen. So wie die Arbeit der Männer, die sie vor Tag und Tau in Position brachten. Ruhig, konzentriert, ohne Hektik, laute Worte. Bereits gegen 2.30 Uhr waren die beiden riesigen Teleskop-Autokräne mit ihrem Begleittross angerückt, wurde der Ring teilweise gesperrt. 500 Tonnen kann jedes der gelben Monster heben. Um kurz vor 4 Uhr dann der große Augenblick. In Zeitlupentempo hebt die 60 Tonnen schwere Konstruktion ab, schwebt einige Zentimeter über den provisorischen Lagern. Auf denen saß die Brücke in den vergangenen drei Wochen, um aus sechs Einzelteilen zusammengeschraubt und -geschweißt zu werden. Im perfekten Zusammenspiel der Kräne, einem Ballett ähnlich, schwebt der Steg Zentimeter um Zentimeter langsam über die Straße. Nur einmal wird es ganz eng, stößt der Brückenkopf leicht an eines der Baugerüste, das sich ächzend ein wenig verschiebt. Befehle über Funkgerät, Handzeichen, der Kran schwenkt zurück. Gefahr gebannt. Auch Klaus Schneider atmet auf. Dann läuft alles wie am Schnürchen. Nur knapp 45 Minuten, nachdem der Steg erstmals abhob, liegt er auch schon auf den Betonpfeilern. Zunächst einmal auf vier hydraulischen Pressen, um den Überweg noch auf den Millimeter genau justieren zu können. In den nächsten Tagen werden jetzt die Betonkissen gegossen, auf denen die Brücke dann endgültig ruhen soll. «Saubere Arbeit», freut sich auch Ingenieur Carsten Frank von der Baufirma Züblin AG, von dessen Reißbrett die neuen Verbindung stammt. Und perfektes Timing. Wie vereinbart kann Schlag 6.09 Uhr der erste Bus der Linie 60 unter der Brücke hindurch. Besetzt nur mit dem Fahrer . . . Deutlich mehr Andrang dürfte es bei der feierlichen Einweihung des Stegs am 28. September geben. Dann wird auch der Neubau der Ladengalerie eröffnet. Auch wenn niemand der jetzt Beteiligten mit dem Teufel im Bunde war, soll dann ein Hahn als Erster die Brücke passieren. In Erinnerung an die Sage von der Alten Brücke über den Main. Und auf noch eine symbolträchtige Begebenheit sei hingewiesen: Der alte Praunheimer Steg wurde am Tag des WM-Endspiels vor zwei Jahren abgerissen. Dass die neue Brücke pünktlich zu Beginn der EM an Ort und Stelle liegt, werteten die Fußball-Fans am Sonntag früh als gutes Zeichen. «Unsere Mannschaft hat gezeigt, was sie kann. Jetzt sind Kahn & Co. an der Reihe», so der Tenor.




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