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20.02.2006

Ein Dankeschön aus Guatemala: T-Shirts für die Ebelfeldschule

Für die gute Sache liefen die Schüler der Ebelfeldschule im Sommer. 2500 Euro für ein Hilfsprojekt in Guatemala sammelten sie beim Spendenlauf zum 75. Geburtstag der Grundschule. Jetzt kam das Dankeschön aus Mittelamerika. Mit T-Shirts ihrer Schule bedankten sich die guatemaltekischen Kinder bei den fleißigen Läufern.

Per Fotoschau auf dem Fernseher zeigten Pastoralreferent Markus Feldes und Mitglieder der Christ-König-Gemeinde den Grundschülern, wie es im Partnerprojekt «Módulos de Esperanza» (Bausteine der Hoffnung) zugeht und was mit dem gespendeten Geld geschieht. «Mit den 2500 Euro werden Essen und Schulgeld der Heimkinder bezahlt», erklärte Feldes. Schulleiterin Christiane Wieler ergänzt: «Es war der Wunsch der Kinder, speziell dieses Kinderheim zu unterstützen.»

Das finanzielle Unterstützung für Heim, Schule, Altenwohnheim und Ambulanz von Módulos de Esperanza notwendig sind, erarbeiteten die Lehrer der Ebelfeldschule bereits im Sommer mit ihren Schülern. «Auf den Fotos ist alles grün, es blühen bunte Blumen und die Menschen lächeln.» Die erste Reaktion der Kinder sei der Wunsch nach einer Reise nach Guatemala gewesen. «Da ist es schwierig zu vermitteln, dass trotzdem Hilfe benötigt wird.» Ein genauer Blick macht die Lage klar. «Wenn die Schüler sehen, dass eine einfache Feuerstelle als Küche dient, werden die Verhältnisse klarer. Man muss zwei Mal auf die Bilder gucken, dann sieht man nicht nur die lachenden Gesichter.» Pastoralreferent und Religionslehrer Feldes erklärte den Grundschülern die Unterschiede zwischen Schulkindern hier und dort. «Am deutlichsten kann man es am Essen erklären. Die Kinder in Guatemala verspeisen von einem Huhn alle essbaren Teile – Kopf, Augen, Knochenmark. Nichts wird weggeworfen, denn das Huhn ist zu kostbar.»

Beim Spendenlauf im Sommer sammelte die Schule für das Hilfsprojekt. Alle 354 Mädchen und Jungen der Schule traten zum Lauf an, und auch Mütter, Väter und Großeltern gingen an den Start. Das freiwillige Startgeld wurde schließlich gespendet. «Die Idee kam aus dem Elternbeirat», erklärte Feldes. Über die Christ-König-Gemeinde, die das Projekt schon seit vielen Jahren unterstützt, wurde der Kontakt zwischen Schule und Módulos de Esperanza hergestellt. Als besonderes Geschenk legte die Praunheimer Grundschule dem Geldbetrag noch einen Stapel T-Shirts vom Spendenlauf bei. Die guatemaltekischen Schüler bedankten sich mit T-Shirts ihrer Schule. Diese werden nun unter den Teilnehmern des Spendenlaufs verlost.

Bei der einmaligen Hilfsaktion soll es nicht bleiben. «Wir denken bereits an eine Fortsetzung. Aber es ist noch nichts Konkretes geplant», erklärte Schulleiterin Christiane Wieler. «Doch die Kinder sind jetzt damit vertraut und sehen, dass wir etwas bewirken können.» Und auch in Praunheim hat die Aktion Wirkung gezeigt. Seit dem Spendenlauf gibt es einen Lauftreff an der Schule, bei dem die Schüler, Eltern und Lehrer einmal pro Woche zum Lauf an der Nidda starten. (tos)




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