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16.08.2006

SPD kämpft für Postbank in der Römerstadt

Die SPD im Ortsbeirat 7 sieht wieder einen Teil der Infrastruktur in den Stadtteilen schwinden.

Und versucht, den Auszug der Postbank aus der Filiale In der Römerstadt (wir berichteten) noch zu verhindern. In der Sitzung des Stadtteilparlaments am 29. August soll ein Antrag an den Magistrat verabschiedet werden, wonach sich dieser nochmals für die Rücknahme der Entscheidung stark machen solle.

Streicht die Deutsche Post AG zum 1. September tatsächlich alle Finanzdienstleistungen in der Filiale, träfe das vor allem diejenigen, die an Praunheim, die Römerstadt und Heddernheim gebunden sind, heißt es in einer Erklärung der Sozialdemokraten. Vor allem Ältere, junge Familien, Finanzschwache oder auch Menschen mit Behinderungen würden die Entscheidung der Post schmerzlich zu spüren bekommen.

Neben den längeren, umständlichen Wegen, die die Kunden künftig für ihre Bankgeschäfte in Kauf nehmen müssten, sieht die SPD noch eine weitere Konsequenz: „Schon einmal haben die Praunheimer am Beispiel des Heinrich-Lübke-Zentrums erleben müssen, wie die Verödung eines florierenden kleinen Stadtteilzentrums durch den Weggang der Post eingeläutet wurde.“ Ähnliche Befürchtungen gäbe es nun, wenn der Postbank-Service in der Filiale In der Römerstadt eingestellt wird. Auch dort seien die kleineren Geschäfte ringsum betroffen, wenn der Zulauf zur Filiale geringer würde.

So soll es diesmal nicht kommen. Deshalb hat Astrid Papp, Mitglied der SPD-Fraktion im Ortsbeirat 7 (Hausen, Industriehof, Praunheim, Rödelheim, Westhausen), bereits einen Antrag formuliert, in dem der Magistrat aufgefordert wird, nachdrücklich für den Erhalt der Postbankleistungen einzutreten. „Da wird seitens der Post auf Homebanking oder die Benutzung anderer, entfernter Bankautomaten verwiesen – das ist doch vor allem für die Älteren keine Alternative“, kritisiert sie.

Auch die Praunheimer SPD-Stadtverordnete Ursula Busch findet die Entscheidung der Post unverständlich. „Wenn sich die Post zunehmend aus den Stadtteilen zurückzieht, wird sie nicht nur Kosten sparen, sondern vor allem Kunden verlieren, die den Service vor Ort brauchen“, so ihre Prognose.

Unterstützung haben die Sozialdemokraten auch in Berlin eingeworben. Der Bundestagsabgeordnete Gregor Amann (SPD), hat am Wochenende bei seinem Besuch beim Praunheimer Zehntscheunenfest versprochen, sich bei der Post AG für eine Rücknahme dieser Entscheidung stark zu machen. (ing)




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