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06.07.2004

Kindergarten-Projekt: Das finden wir in Frankfurt schön



Praunheim. Dass Kinder ebenso wie Dichter, Musiker und Naturwissenschaftler eifrige Forscher und Gestalter sind, haben jetzt die drei bis sechs Jahre alten Kinder des Kindergartens der Auferstehungsgemeinde mit ihrem Projekt «Unsere Stadt» bewiesen. In den vergangenen sechs Monaten erkundeten und erforschten die 66 unternehmungslustigen Kleinen zuerst Post, Feuerwehr, Bäckerei, Apotheke und HL-Markt in ihrem Stadtteil, machten sich dann auf den Weg zum Römer, in den Maintower, ins Goethehaus, zur FES, veranstalteten eine Kaiserinkrönung im Dom, und hatten vor allem jede Menge Spaß. Das Ergebnis ihrer Forschungsreisen präsentierten sie jetzt mit vielen Fotos, Plakaten, Bastelarbeiten und einer Computer-Präsentation. «Wir haben die Kinder dazu ermutigt herauszufinden, wie denn so eine große Stadt überhaupt funktioniert», sagt Leiterin Nicole Frede. Es begann alles mit einem Spaziergang durch den Stadtteil, und der warf schon ungeheuer viele Fragen auf. Der Planungsverband stellte Karten und Luftbilder zur Verfügung, auf denen die Kinder die Wege zu einzelnen Einrichtungen suchten. Wo immer sie auch auftauchten, mit ihren kritischen Fragen brachten die Kinder die jeweiligen Verantwortlichen ins Schwitzen. Mit Hilfe von Erzieherin Barbara Menger bauten rund 20 Kinder ihre eigene Stadt mit Rathaus, Hafen, Flughafen und Flüssen. Eine andere Gruppe experimentierte mit Strom, baute kleine Lämpchen fürs Puppenhaus, Miniaturstraßenlaternen und sogar eine Taschenlampe. Bildung und Abenteuer wird im Kindergarten in der Praunheimer Landstraße, wo Kinder und Erzieherinnen nach dem Konzept von Janos Korczak gleichwertige Partner sind, eben groß geschrieben. Spannend wurde es, als es in die große Stadt hineinging. Beim Besuch im Katharinen-Krankenhaus erfuhren sie alles über Röntgenstrahlen und gipsten ihre Hände und Füße ein.



Die sechsjährigen Kinder, im Kindergarten Parlamentskinder genannt, da sie einmal pro Woche in einer Kinderparlamentssitzung offene Fragen besprechen oder auch Regeln beschließen, hatten ein bisschen mehr zu tun. «Unterschiedliche Altersstufen brauchen unterschiedliche Aufgaben. Und unsere Vorschulkinder haben ein ungeheures Potenzial. Mit ihnen können wir schon wirklich anspruchsvolle Sachen machen», sagt Frede. So entstand das Goethe-Projekt, das die Kinder ins Goethe-Haus führte, wo sie Joachim Schadendorf als der große Dichter verkleidet begrüßte und ihnen eine vergnügliche Führung bescherte. Das Gedicht «Kennst du das Land wo die Zitronen blühen» inspirierte die Kinder selbst Zitronenpflänzchen aus Kernen zu ziehen. «Wir haben zusammen auch Goethes Lieblingsspeise, die ,Nonnenfürzchen’ gebacken», sagt Erzieherin Brigitte Deneke. Begeistert waren die Kinder auch von Joachim Fuchs’ Stadtführung. «Für so kleine Kinder hatte ich das noch nie gemacht. Da musste ich mir schon etwas Besonderes einfallen lassen.» Im Dom zog er Krone, Reichsapfel, Zepter und Schwert aus dem Rucksack und Geburtstagskind Hannah (6) wurde zur ersten Kaiserin gekrönt. «Wir sind dann vom Dom zum Römer gezogen und die Kinder haben laut Viva Hannah die Erste gerufen. Es war großartig», erzählt Deneke. Den Römer, das Goethehaus und den Gerechtigkeitsbrunnen haben die Kinder in Ton verewigt. Max (6) hat Petra Roths Schreibtisch geformt und ein Bild vom Römer gemalt. Am Besten hat ihm jedoch das Müllprojekt gefallen, aus dem riesige Müllbilderkunstwerke entstanden sind. Die sechsjährige Caya hat nicht nur einen grünen Fessi gebastelt, sondern auch beim großen schwarzen «Hammering Man», den die Kinder nach dem Besuch des Messeturms unbedingt haben wollten, mitgesägt und mitgeschmirgelt. Gar nicht geplant, aber durch die Wissbegierde der Kinder entstanden, war die Ursprungserforschung des Steinbachs. Auf dem Weg zur Post bemerkten die Kinder die derzeitige Baustelle. Für die Kinder Ansporn genug, nach der Quelle zu suchen. Ausgerüstet mit Gummistiefeln und Proviant wanderten die Kinder Bach aufwärts, wateten durchs Wasser, kletterten über Böschungen und durch Tunnels, und sahen schließlich nach rund fünf Kilometern auf Bauer Heinrichs Grund das Wasser aus der Erde sprudeln. Für den Steinbach haben sie jetzt auch eine Patenschaft übernommen. «Wir passen auf, dass kein Müll liegen bleibt», sagt Hannah (6). Als vor kurzem plötzlich kein Wasser mehr da war, beschwerten sich die Kinder bei Stefanie Toth im Stadtplanungsamt. Die beruhigte. «Wir müssen auf den Regen warten. Dann können wir wieder planschen», weiß Hannah jetzt. (rik)

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