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24.10.2006

Immer mehr Berufstätige im VdK

Der Herbst hat seine goldenen Seiten, die zum Spaziergang durchs Niddatal verführen.

Doch die Ortsgruppe Praunheim/Römerstadt des Sozialverbandes VdK verlegt den Herbst traditionell in den Saal. „Denn wir wollen vom Regen nicht überrascht werden“, sagt VdK-Vorsitzender Heinrich Kraus, seit 19 Jahren trotz angekratzter Gesundheit im Ehrenamt für den Sozialverband tätig. Die knapp hundert Besucher der herbstlichen Kaffeetafel im Saal der evangelischen Auferstehungsgemeinde jedenfalls bereuten ihr Kommen nicht. Darunter auch der langjährige Stadtbezirksvorsteher Rudi Gesell, den die Praunheimer noch immer liebevoll „Berjermaster“ nennen. Die großen Fenster des Saales ermöglichten den Blick in das farbenprächtige Niddatal, und an den langen Tischen servierten die Helferinnen Kaffee und Käse-Kirschkuchen. Musikalisch untermalte Manfred Donning mit Kaffeehausmusik auf seinem Keyboard das muntere Geschirrgeklappere.

„Bei uns wird aber nicht nur gefeiert“, sagt Kraus. Das Hauptgewicht der ehrenamtlichen Tätigkeit liege beim VdK auf der Beratung der Mitglieder und deren Vertretung bei Behörden und vor Sozialgerichten. Früher fanden meist nur Rentner den Weg zum Sozialverband. „Heute füllen immer mehr Berufstätige eine Beitrittserklärung aus.“ Der Vorsitzende sieht dafür die Angst um den Arbeitsplatz und die permanenten Kürzungen der staatlichen Sozialleistungen.

Fürs Rahmenprogramm hatte Kraus gleich zwei Überraschungen parat. Mit Seemannsliedern wie „Nimm mich mit Kapitän auf die Reise“ oder „Wir lieben die Stürme die brausenden Wogen“ demonstrierte der Shanty-Chor des Kleingärtnervereins Eschersheim, dass Kleingärtner durchaus einen Gesangverein gründen könnten.

Ihre Heimatverbundenheit zeigten die Tänzerinnen der „Flamenkito“ aus Rüsselsheim. Die Mädchen zwischen 10 und 15 Jahren, alle in Deutschland geboren und doch echte Spanierinnen, erinnerten mit Tänzen ihrer Großeltern mit stampfenden Schritten und in alten Trachten an ihr Heimatland, das sie meist nur als Touristen kennen. (ralf)




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