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14.07.2004

Die Nordweststadt hat eine Zukunft

Noch ist die Nordweststadt lebens- und liebenswert. Doch jetzt müssen die richtigen Schritte in die Zukunft getan werden, damit es auch in zehn Jahren noch so ist.

Das ist – in Kurzform – das Fazit der Bürgeranhörung am Montagabend zum Thema «Die Zukunft der Nordweststadt – Wohnen, Verkehr, Sicherheit», zu der der Ortsbeirat 8 (Nordweststadt, Niederursel, Heddernheim) eingeladen hatte.
Von Sören Rabe

Das Themen-Paket, das die Ortspolitiker geschnürt hatten, war vielleicht ein wenig groß geraten. So musste Ortsvorsteher Klaus Nattrodt auch immer mal wieder mit einem Blick auf die Uhr die Redner zu kürzeren Beiträgen animieren, damit auch die rund 100 Bürger noch ihre Sorgen los werden konnten.

Jugendliche, Kriminalität und das Wohnumfeld sind anscheinend die größten Sorgenkinder in der Nordweststadt. So waren der Leiter des 14. Polizeireviers, 1. Polizeihauptkommissar Erich Schmitt, der Leiter des Grünflächenamts-Bezirks Nord, Holger Alt, Helmut-Arnim Hladik von der Jugendhilfe und Sozialplanung, Frederico Diez, Psychosozialer Arbeitskreis und Jugendbüro Nordweststadt, Roland Frischkorn von der ABG Frankfurt Holding sowie Waltraud Meier-Sienel und Werner Pohl, beide vom Amt für Wohnungswesen, auch die richtigen Podiumsteilnehmer. Zudem vertrat noch Werner Buch das Stadtplanungsamt. Dieser hob erst einmal die Nordweststadt als «gelungenes Beispiel» des Siedlungsbaus im Deutschland der 60er Jahre hervor. Während andernorts Trabantenstädte entstanden, die schnell zu Problemfällen wurden, ist die Nordweststadt zwischen Praunheim, Heddernheim und Niederursel in eine gewachsene Struktur errichtet worden. Auch wenn das damalige Konzept mit den kleinen Zentren heute nicht mehr greife, wie der Niedergang der Einkaufszentren zeige, «ist die Nahversorgung hier noch gesichert».

Als das größte Problem derzeit stellte sich in der Diskussion das Miteinander, oder vielmehr das Gegeneinander der Generationen heraus. Viele Senioren fühlen sich von Jugendlichen belästigt oder gar bedroht. Umgekehrt, so Frederico Diez, würde auch bei den älteren Menschen eine «aggressive Stimmung» gegenüber jüngeren herrschen. Bei einer Umfrage unter den Jugendlichen im Jugendbüro Nordweststadt wünschten sich diese vor allem mehr Plätze, auf denen sie sich ohne Kontrollen treffen könnten. Damit meinten sie nicht nur die Aufsicht von Sozialpädagogen. Denn auch die Polizei führt routinemäßig Kontrollen durch. Denn in den vergangenen Monaten war es immer wieder zu Problemen mit jugendlichen Cliquen gekommen. Laut Erich Schmitt versuche man, auch durch Fußstreifen diese Problematik in den Griff zu bekommen. «In diesem Jahr haben wir bereits die 239. Streife losgeschickt.» Hauptsächlich im Nordwestzentrum, auf Spielplätzen und im Martin-Luther-King-Park. Die Kriminalität liege in diesem Bezirk aber im Mittelmaß.

Verschärft wird der Generationen-Konflikt noch von der immer älter werdenden Bevölkerungsstruktur im Stadtteil sowie dem vermehrten Zuzug von Migranten. «Zurzeit leben 3500 Menschen über 65 Jahren in der Nordweststadt», sagte Werner Pohl, bei einer Einwohnerzahl von gut 23 000. Der Anteil der Kinder und Jugendlichen im Alter von 6 bis 21 Jahren liegt ebenfalls bei 3500. Zu Beginn der Besiedlung waren es vor allem junge Familien mit vielen Kindern, die in das Gebiet zogen. Doch mittlerweile fehlen seniorengerechte Wohnungen. «Wir haben nur 289 in diesem Gebiet», sagte Pohl, die zudem noch in schlechtem Zustand seien. Die Gemeinnützige Wohnungsgesellschaft Hessen (GWH) plant derzeit Wohnungen für Senioren auf den Gelände des Kleinen Einkaufszentrums im Hammarskjöldring. Zumindest ein kleiner Schritt in die Zukunft, wie die Podiumsteilnehmer fanden.

Von sozialen Brennpunkten könne in der Nordweststadt keine Rede sein, erklärten die beiden Vertreter vom Wohnungsamt und Roland Frischkorn von der ABG. Es gebe nur kritische Liegenschaften. Dort müsse man die «Bewohner begleiten», sagte Frischkorn. So habe die Holding zu Beginn des Jahres auch Sozialarbeiter eingestellt. Generell Hausmeister für die Liegenschaften einzusetzen, wie Ilse Kerssebaum (CDU) vorschlug, lehne die Wohnungsbaugesellschaft allerdings ab. Bei Polizeihauptkommissar Schmitt fand die Idee jedoch Widerhall. «Das wäre auch für uns eine Erleichterung.»

Patentrezepte, um die Zukunft der Nordweststadt zu sichern, gibt es nicht. Das war den Initiatoren sicherlich bereits vor der Bürgeranhörung klar. Doch zumindest Anstöße für Idee konnten gesammelt werden. Bleibt zu hoffen, dass die Veranstaltung nicht nur als ein schöner Diskussionsabend in Erinnerung bleibt, sondern daraus auch die richtigen Schlüsse gezogen werden. Denn was antworten die Jugendliche bei der Umfrage des Jugendbüros über die Zukunft der Nordweststadt: «Wir sehen schwarz.»




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