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23.11.2006

SPD kritisiert Petra Roth

Beim Bürgerstammtisch der SPD Praunheim/Westhausen geriet Oberbürgermeisterin Petra Roth (CDU) in die Schusslinie.

Viele Teilnehmer, die zum größten Teil Mieter aus den umliegenden Häusern der ABG Holding waren, zeigten sich verärgert über die Finanzierungshilfe des Frankfurter Prinzenpaares. Gerade, dass ein CDU-Stadtverordneter und seine Frau das Regiment übernommen hätten, sorgte für Unmut. „Das riecht nach Vetternwirtschaft. Da hat Frau Roth eine billige Lösung gefunden“, so der allgemeine Tenor. Und die Mieter müssten das praktisch mit einem Euro mitbezahlen.

Thema war aber auch die noch immer angespannte Lage auf dem Arbeitsmarkt. Gernot Grumbach, Landtagsabgeordneter und Vorsitzender der SPD Hessen-Süd, verwies darauf, dass das skandinavische Modell mit hohen Sozialleistungen nur über höhere Steuern zu finanzieren sei. Viele befürchten amerikanische Verhältnisse auf dem Arbeitsmarkt mit zwei oder drei Jobs, die Reduzierung des Kündigungsschutzes und gekürzten staatlichen Leistungen.

Ausgiebig wurde die Vereinbarkeit von Familien und Beruf diskutiert, wofür sich Grumbach besonders einsetzt. Junge Mütter berichteten über ihre Schwierigkeiten, die Kinderbetreuung und die berufliche Situation unter einen Hut zu bringen. Frankreich gilt hier als vorbildlich.

Eine Zukunftsperspektive sieht der SPD-Landtagsabgeordnete in der alternativen Energiegewinnung. Die Entwicklung von deutscher Spitzentechnologie könne zukünftig Arbeitsplätze schaffen und sichern. (fnp)




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