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01.03.2007

Krankenhäuser gründen Tumorzentrum

Von Pontius zu Pilatus – den Krebspatienten des Krankenhauses Nordwest und der Kliniken des Main-Taunus-Kreises bleibt dieser Gang erspart.

Bereits in der Vergangenheit haben beide Häuser, von denen das Krankenhaus Nordwest seit 2001 als Exzellenzzentrum im onkologischen Schwerpunkt ausgewiesen ist, bei der Behandlung ihrer Patienten kooperiert. Gestern nun unterzeichneten die Führungsgremien der Kliniken in Anwesenheit der Sozialministerin Silke Lautenschläger (CDU) einen Kooperationsvertrag. Als interdisziplinäres Tumorzentrum wollen die Mediziner künftig gemeinsam Richtlinien und Standards für die Behandlung der verschiedenen Krebserkrankungen festlegen, die verschiedenen Behandlungsstationen besser miteinander verzahnen und dem Patienten die bestmögliche medizinische Versorgung zukommen lassen. Dreh- und Angelpunkt dieses Vorhabens werden gemeinsame Fallkonferenzen sein.

„Wir wollen sinnvolle Diagnostik für den Einzelfall, aber keine Einzelfallentscheidung“, bringt Elke Jäger, Chefärztin der Klink für Onkologie und Hämatologie und ärztliche Direktorin des Krankenhauses Nordwest, das Ziel des Vertrages auf den Punkt. Der medizinische Fortschritt habe gerade auf dem Gebiet der Onkologie in den vergangenen Jahren eine „unglaubliche Anzahl“ innovativer Behandlungskonzepte hervorgebracht. Pro Krankheitsbild gebe es heute nicht mehr nur eine gangbare Therapie, sondern mindestens drei oder vier. Das Vorgehen sei wenig standardisiert. „Es gibt verschiedene Antworten auf die Frage, wie behandelt werden kann. Jeder Kollege vertritt eine andere Auffassung. Es ist schwierig, hier den einzig richtigen therapeutischen Weg zu nennen.“ Häufig seien ihr in der Vergangenheit Patienten begegnet, die sich im Krankenhaus Nordwest bereits die fünfte fachliche Meinung zu ihrer Krankheit einholten. Es sei keine Seltenheit, dass die Akten dokumentierten, der Patient sei mehrfach mit unterschiedlichen Therapien behandelt worden, von denen sich mindestens zwei kontraproduktiv zueinander verhielten.

In den Fallkonferenzen werden die Mediziner darüber diskutieren, auf welche Behandlungen bei welchem Krankheitsbild es sich festzulegen gilt und so Standards und Richtlinien definieren, die für die Behandlung im Tumorzentrum Nordwest bindend sind. „Die Standardisierung der Behandlung einzelner Krankheitsbilder bedeutet allerdings nicht, dass nicht jeder Patient individuell behandelt wird“, hebt Michael Booke, ärztlicher Direktor der Kliniken des Main-Taunus-Zentrums hervor. Jeder Patient habe Anspruch auf eine ganzheitliche Behandlung. Durch die Konzentration der Behandlung im Zentrum solle der Patient Vertrauen in seine behandelnden Ärzte fassen und wieder mehr Zeit auf die anderen wesentlichen Aspekte seines Lebens verwenden können.

Krankenkassen sind zufrieden mit dem Kooperationsvertrag. Sie versprechen sich für die Zukunft, dass unnötiger diagnostischer Aufwand verhindert werde, die therapeutischen Maßnahmen auch ökonomisch effizienter verordnet würden und der Patienten die bestmögliche Behandlung erhielten, sagte Barmer-Landesgeschäftsführer Gerhard Potuschek. Silke Lautenschläger hofft darauf, dass der Kooperationsvertrag zwischen den Kliniken beispielhaften Charakter für andere Krankenhäuser haben wird. Die feste Kooperation ziehe eine stärkere Vernetzung nach sich, schon alleine, weil sich die Häuser auch über die Voraussetzungen der Kooperation – „was sind Standards, wie verständigt man sich“ – verabreden müssten.

Rund 3000 onkologische Patienten behandeln die Kliniken des Main-Taunus-Kreises in ihren Krankenhäusern in Bad Soden und Hofheim jährlich. Im Krankenhaus Nordwest sind es etwa 8000 Patienten des Schwerpunktes, die ambulant und stationär behandelt werden. (kim)




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