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09.03.2007

Hauptschul-Ausschuss aus dem Stadtelternbeirat Frankfurt

Demokratie am Beispiel der Bildungspolitik

Das ist nun praktizierte Demokratie in Deutschland. Man wählt sich eine Landesregierung und damit nimmt Demokratie ihren Lauf.

Dies ist eine Presseerklärung, die man sich merken sollte, denn sie kann noch lange zitiert werden.

Frau Bildungsministerin Karin Wolff hält vehement am Erhalt der Hauptschulen fest. Sie zitiert Zahlen und Meinungen, die in der Bevölkerung nicht existieren, es sind möglicherweise die Meinungen ihrer Berater, die sie dann als Volksmeinung in Pressemeldungen herausgibt.

Im Übrigen geht es im Eigentlichen gar nicht um die ständig falsch formulierte Zusammenlegung von Haupt- und Realschulen. Die große Masse der Bevölkerung fordert eine Änderung (besser gestern als morgen) des gesamten Schulsystems. Gefordert werden integrierte bzw. integrative Schulen, in denen jeder die Möglichkeit hat, auch das Abitur zu machen.

Frau Wolffs scheinheiligen Zahlen und das Inaussichtstellen von Studiermöglichkeiten für "Handwerksmeister" ist reine Schönrederei und völlig realitätsfremd. Und lasst Wolff bitte keine Zahlen veröffentlichen, wie viele Handwerksmeister aus den Hauptschulen hervorgehen. Sonst könnte der Eindruck entstehen, Hauptschulen seien eine ernste Alternative.

Nicht selten gehen Politiker einen Weg, den auch Frau Wolff geht. Weit ab von Demokratie und dem Volkswillen. Doch genau wie diese anderen Politiker wird Wolff scheitern. Es wird eine Änderung des Schulsystems geben! Die Schulen fordern es, die Eltern fordern es und alle anderen Politiker außer Koch und Wolff fordern es auch. Die Folge: Frau Wolff wird scheitern. Doch es kommt noch schlimmer. Nach ihrem Scheitern wird sie sich auf interne Studien berufen, in denen sie angeblich längst Plan B ausgearbeitet hat und wird im Anschluss an ihr Scheitern eine neue Schulform präsentieren. Wieder ohne das Einbeziehen von Lehrer- und Elternverbänden, eben auf demokratische Weise.

Ein ganz klarer Beweis für Wolffs durchschaubares Spiel und auch dafür, dass die Veranstaltung in der Jahrhunderthalle in Frankfurt Höchst eine politische Veranstaltung war, ist die ganz klare Wahlforderung von Wolff: Wenn wir wieder bestätigt werden, werden wir...

Dies ist warme Luft, die Versprechungen sind leer Worte einer Politikerin, die ihr Versagen in Kürze einräumen muss und nach dem Motto: "Nach mit die Sintflut" Ihren Hut nehmen wird. Wolff ade.

Moderne Bildungspolitik entsteht ganz sicher nicht durch Dienstverpflichtungen von Schulleitern und dem Erteilen von Redeverboten (übrigens ein weiterer Beweis gescheiterter Bildungspolitik, wenn man den Schulleitern, die an der Quelle des Geschehens sitzen und außer den Eltern die einzigen sind die wissen, wie es in der Realität aussieht), sondern nur gemeinsam mit allen Gremien, die sich dazu berufen fühlen. Alleingänge haben irgendwie keine demokratische Note.

Marc Störmer Stadtelternbeirat




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