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10.10.2007

Die 20er Jahre kehren zurück

Arbeiten im Garten und an den Fenstern am Ernst-May-Haus haben begonnen
Von Sören Rabe

Bei Grabungen in der Römerstadt denken viele gleich an neue Funde aus dem antiken Nida. Doch die Arbeiten im Garten des Ernst-May-Hauses, Im Burgfeld 136, haben diesmal nichts mit der Römerzeit zu tun. Die Mitarbeiter des Grünflächenamtes haben begonnen, den Garten nach den alten Plänen Leberecht Migges aus den 20er Jahren des vergangenen Jahrhunderts umzugestalten.

„Das wird alles aus dem Budget des Amtes bestritten“, freut sich Eckhard Herrel, Hausherr und Vorsitzender der Ernst-May-Gesellschaft. Insgesamt 20 000 Euro jährlich stelle das Grünflächenamt zur Verfügung. Doch die Stadt engagiert sich noch weiter für das Musterhaus, das im den Original-Zustand zurückversetzt werden soll. Das Kulturamt der Stadt übernimmt die laufenden Kosten für Miete, Nebenkosten und Büro. Und gestern hatte Andrea Hampel beim Besuch in der Römerstadt noch einen Bewilligungsbescheid über 10 000 Euro in der Tasche. Das Geld, das die Leiterin des städtischen Denkmalamtes zur Verfügung stellt, ist für den Rückbau der Fenster gedacht.

„Fenster und Haustür sind das Aushängeschild eines Hauses“, sagt Herrel. Die derzeitigen Fenster stammen noch aus den 70er Jahren, genauso wie die „extrem hässliche Tür“. Da es in der Römerstadt keine alten Fenster mehr gibt, müssen die insgesamt acht Fenster nachgebaut werden – für 20 000 Euro. Neben dem städtischen Denkmalamt unterstützt auch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz mit 10 000 Euro die Rekonstruktion. Der Nachbau erfolgt anhand originaler Konstruktionspläne, der Anstrich wird wie ursprünglich in brillantblau vorgenommen. Das Fenster neben der Eingangstür hat drei Horizontalsprossen, die übrigen Fenster sind sprossenlose Dreiflügelfenster. Die originalen Fenstergriffe wurden von einem Bewohner der Siedlung zur Verfügung gestellt. Dazu müssen noch drei fehlenden Außenfensterbänke nachgegossen werden, eine wurde bereits am Küchenfenster eingesetzt.

Bei der Tür hatte die Ernst-May-Gesellschaft mehr Glück gehabt. Es konnte eine Originalstück ausfindig gemacht werden. „Die Anschläge waren zwar verkehrt herum, aber das wurde schon umgebaut“, sagt Herrel. Er rechnet damit, dass die Tür, ebenfalls in blau, in den nächsten Tagen eingebaut werden kann.

Neben Garten sowie Fenster und Türen beschäftigen sich die May-Forscher noch mit einem dritten Projekt: der Frankfurter Küche. „Auch wenn es noch nicht so aussieht, sie ist fast fertig.“ Die Grundarbeiten sind abgeschlossen, der Anstrich wird in den nächsten Tagen erfolgen. „Insgesamt verbauen wir in diesem Jahr 90 000 Euro.“ Das sei nur möglich durch die große Unterstützung von Stadt und Landesdenkmalamt aber auch Firmen, Politikern und Freunden. „Wir hoffen, dass wir damit das Qualitätsbewusstsein für Bauten aus den 20er Jahren schärfen“, sagt Herrel. Denn das Neue Frankfurt habe lange Jahre ein Schattendasein geführt.




Für die Stadt will Andrea Hempel dies allerdings nicht gelten lassen. Denn mit der Oberkonservatorin Heike Kaiser sei bereits 1981 eine Expertin eingestellt worden, die sich um die Sicherung der Siedlungen müht. „Nicht immer mit Erfolg, es gab auch Rückschläge“, wie Kaiser zugibt. Ein Blick in die Siedlung Praunheim genügt, dort modernisiert jeder, wie er will. „Das Musterhaus ist für uns ein Glücksfall“, sagt die Konservatorin. Es bietet die Gelegenheit, es wissenschaftlich zu untersuchen und den Wert zu sichern.

Als Ziel für die Siedlung formuliert Heike Kaiser, die Römerstadt „komplett zu sanieren und zu sichern“. Dabei müsse allerdings Rücksicht genommen werden auf die Bedürfnisse der Menschen mit modernen Standards wie Wärmedämmung, Energieersparnis und Sicherheit. Ein Ziel sei schon erreicht, dass die Reihenhäuser nicht privat verkauft wurden, sondern im Besitz der ABG Holding blieben.

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