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12.02.2008

Neue Hoffnung für Werkstätten

Stadt will Bebauungsplan an der Heerstraße jetzt schnell vorantreiben
Von Sören Rabe

Die Nachricht schlug in Praunheim wie eine Bombe ein: Die Praunheimer Werkstätten (PW) verlassen den Stadtteil. Sie wollen in Preungesheim ihr neues Domizil aufbauen. Im Sommer soll bereits Baubeginn sein, der Umzug ist für 2009 geplant, wie PW-Geschäftsführer Wolfgang Rhein sagt. Doch noch gibt es ein wenig Hoffnung auf den Verbleib. Der Bebauungsplan nördlich Heerstraße geht voran. Spätestens in den kommenden sechs Monaten herrsche Gewissheit, heißt es aus dem Stadtplanungsamt.

Auf das ehemalige Gelände von Hartmann und Braun an der Heerstraße 136, mittlerweile im Besitz von Vodafone, hatten die Praunheimer Werkstätten ein Auge geworfen. Doch weil es dort jahrelang nicht weiterging, hatte sich die Geschäftsführung umorientiert. „Bestandsgebiete neu zu planen, ist immer aufwendig“, sagt Antonius Schulze Mönking, zuständig im Planungsamt für Bauleitplanung äußere Stadt. Da hätten schon viele Investoren ihr Glück versucht. Der Bebauungsplan soll in der kommenden Woche im Planungsausschuss beraten werden, anschließend würde die zweite öffentliche Auslegung anstehen. „Da rechne ich mit keinen großen Überraschungen mehr.“ Planungsrechtlich hätten „wir dann einen Meilenstein geschafft“.

Die gesamte Entwicklung des Gebietes laufe nicht nach dem üblichen Schema ab, vieles nur mit privaten Investoren. Wenn es gut gehe, dann rechnet Schulze Mönking mit der Baureifplanung für das nächste Jahr um diese Zeit. Doch schon in den kommenden sechs Monaten werde die Entscheidung fallen, „dann haben wir bereits Gewissheit“. Eine Gewissheit, auf die die Praunheimer Werkstätten bisher vergeblich gewartet hatten. Das Planungsamt will nun weiter Tempo machen, kündigte Schulze Mönking an. Parallel zur öffentlichen Auslegung sollen bereits die Verhandlungen mit den privaten Investoren beginnen. Dabei gehe es um Grundstücksverhandlungen, Neuordnungen und die Erschließung.

Der Bebauungsplan, der vor drei Jahren in einer Ortsbeiratssitzung öffentlich vorgestellt wurde, ist zweigeteilt worden. Das bestehende Gewerbegebiet wurde als Teilbereich I herausgenommen, um voranzukommen. „Das ist schneller umzusetzen“, sagt der Mitarbeiter aus dem Planungsamt.

Für Diskussionsstoff ist somit gesorgt in der Sitzung des Ortsbeirates 7 (Rödelheim, Praunheim, Hausen, Westhausen, Industriehof) heute Abend. Denn Mitarbeiter der Praunheimer Werkstätten wollen das Neubauprojekt vorstellen und stehen für Fragen zur Verfügung. Die Unabhängigen Demokraten Frankfurt (UDF) machen sich derweil schon Gedanken über das Areal, auf dem die PW zurzeit noch untergebracht sind. Fraktionsvorsitzender Hans-Peter Jourdan fragt nach der Zukunft des 6500 Quadratmeter großen Geländes und vor allem, welche Gebäudeteile denkmalgeschützt sind und somit nicht abgerissen werden dürfen.




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