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03.03.2008

Hier singt man schon seit 130 Jahren

Auf sein 130-jähriges Bestehen kann der Praunheimer Männerchor von 1878 in diesem Jahr zurückblicken. Die lange Vereinsgeschichte spiegelt auch ein Stück deutscher Geschichte, vom Eisernen Reichskanzler Otto von Bismarck bis zur ersten Kanzlerin der Bundesrepublik, Angela Merkel, wider. Ebenso lässt sich die Geschichte des deutschen Chorgesangs ablesen.
Von Rudi Wagner

Junge „offenbar fortschrittliche Sänger“ trennten sich 1878 von der Konkordia und gründeten den „Liederkranz“. Ob der „junge Chor“, wie ihn die Praunheimer damals im Gegensatz zur schon 1859 gegründeten Konkordia nannten, zur katholischen Kirche tendierte oder den Bismarckschen Kulturkampf unterstützte, bleibt auch nach 130 Jahren im Dunkel der Vergangenheit. Eine erste Blütezeit und „allgemeine Hochachtung“ erlebte der Chor unter dem Dirigenten Gondlach, ein Lehrer aus Heddernheim.

Im Laufe der Jahrzehnte pflegten die Sänger das gesellige Leben im Dorf an der Nidda, feierten viele Feste und Jubiläen. So das 100-jährige beispielsweise mit einem Tag des Chorgesangs im neuen Bürgerhaus im Nordwestzentrum. 23 Chöre mit über 700 Sängern präsentierten 1978 einen Querschnitt durch die Welt des Chorgesangs. Zum 110-jährigen gab’s ein Konzert im Mozart-Saal der alten Oper.

„Die Höhen und Tiefen des Vereinslebens durch Kriege und verschiedene Staatsformen wurden immer irgendwie gemeistert und überwunden“, wie Alt-Vorsitzender Wilfried Roth, der den Chor über drei Jahrzehnte leitete, sagt. „Auch gesanglich haben wir uns weiterentwickelt und unser Repertoire unter den verschiedensten Dirigenten modernisiert.“ Dabei habe auch die Namensänderung 1999 vom „Liederkranz“ zum „Männerchor“ nichts geändert. Seit 1997 betreut Oliver Seiler den Chor musikalisch und schreibt ihm Arrangements der neuen Literatur auf den Leib. Zwar werden noch immer „die Himmel gerühmt“ und das „Morgenrot“ besungen, längst aber haben flotte Operetten-, Musical- und Trinklieder sowie Hymnen an die Vaterstadt am Main Eingang in das Repertoire der Praunheimer Sänger vom Liederkranz (pardon des Männerchors) gefunden.

Ein markantes Aushängeschild ist die Stimmungsgruppe „Happy-Singers“. Ende der 70er Jahren des vorigen Jahrhunderts traten sie im Hessischen Fernsehen bei „Hessen lacht zur Fassenacht“ auf. In den Folgejahren waren sie in den Fremdensitzungen der Karnevalsvereine ein gesangliches Aushängeschild und waren als „kleine Hofsänger aus Praunheim“ eine begehrte Stimmungstruppe.

Eine wichtige Rolle in der Neuzeit des Chores spielen die „Happy-Sisters“. Jene Gruppe der Sängerfrauen, die zwar im reinen Männerchor nicht singen dürfen, aber in der Küche hinter den Kulissen bei den Veranstaltungen immer zur Stelle waren. „Ohne sie läuft gar nichts“, wissen sogar die gestandenen Macho-Sänger.

Viele Dirigenten gaben dem Chor immer wieder neue Impulse. Egal ob’s ehemalige Chorknaben waren oder einfach lustige Klavierspieler. Gleichwohl haben die Sänger ihre Eigenwilligkeit erhalten. Sie verstecken sich auf der Bühne nie hinter Notenblättern und pflegen vor allem die Verbindung zu den Vereinen des Stadtteils und der näheren Umgebung und ihrem Publikum. Auch wenn heute die Hoch-Zeit des Männergesangs vorbei zu sein scheint. Wenn der Männerchor (für die Praunheimer noch immer die Liederkränzler) zum „Sängerfrühschoppen in der Zehntscheune“, zu Konzerten oder zum Herbstball bittet, die Praunheimer lassen ihre Sänger nicht im Stich.

Gefeiert wird der 130. Geburtstag mit einem Chorkonzert „Singen mit Freunden“, an dem sich ein halbes Dutzend Chöre beteiligen, am Samstag, 23. August, im Titus-Forum im Nordwestzentrum.




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