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06.03.2008

Warnstreik in Hessen - Busse bleiben in den Depots

(dpa) In mehreren hessischen Städten sind am Donnerstagmorgen Bus- und Bahnfahrer in einen Warnstreik getreten. Betroffen vom Tarifkonflikt im Öffentlichen Dienst waren Frankfurt, Offenbach, Marburg und Gießen.

«Alle Fahrzeuge stehen still, in Frankfurt fährt kein Bus, keine Tram, keine U-Bahn», sagte der Sprecher der Gewerkschaft ver.di, Harald Wagner, in Frankfurt. In Gießen wurde der Nahverkehr laut Gewerkschaft zu etwa drei Vierteln lahmgelegt, in Marburg sei nur jeder zweite Bus unterwegs gewesen. Im Verlauf des Tages sind nach Gewerkschaftsangaben auch Warnstreiks in Kassel, Wiesbaden und Hanau geplant.

Zudem sollen auch Mitarbeiter in Kindertagesstätten, Verwaltungen, Sparkassen und bei der Müllabfuhr ihre Arbeit niederlegen. Nicht beeinträchtigt ist hingegen der S-Bahn-Verkehr der Deutschen Bahn AG. Auch Beschäftigte des Einzel- und Versandhandels beteiligten sich an den Ausständen in Kassel, Wiesbaden und Hanau.

In der Pendlermetropole Frankfurt hatten viele Menschen am Morgen Probleme, zur Arbeit zu kommen. Viele Berufstätige schlugen sich zu Fuß oder per Fahrrad durch die Innenstadt durch, da weder U-Bahnen, Straßenbahnen noch Busse fuhren. Taxis waren sehr gefragt. Auf den wichtigen Einfallstraßen kam es zu langen Staus, da auch viele auf das eigene Auto umstiegen.

Mit den Warnstreiks soll der Druck auf die Arbeitgeber im Tarifstreit des öffentlichen Dienstes erhöht werden. Ver.di fordert acht Prozent mehr Lohn für die Beschäftigten, mindestens aber 200 Euro im Monat mehr. Dies sei als Ausgleich für die stark gestiegenen Lebenshaltungskosten gedacht, sagte Bernd Schiederig vom ver.di- Landesverband. Dass ein höherer Tarifabschluss möglich sei, zeigten die Abschlüsse in anderen Branchen.

Die Arbeitgeber haben bisher fünf Prozent Einkommenserhöhungen angeboten, verteilt auf zwei Jahre und bei Verlängerung der Wochenarbeitszeit. Am Donnerstag begann in Potsdam die nächste Verhandlungsrunde.




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