22.04.2018
Hochzeitlicher Autokorso mit Polizeieinsatz
Ein Autokorso anlässlich einer Hochzeit...
mehr
18.04.2018
Eine grüne Oase – mit auffällig viel Müll
Einst war die Nordweststadt als Trabantenstadt...
mehr
12.04.2018
Neuanfang mit Tradition
Der Jugendclub Praunheim wird 40 Jahre alt....
mehr
06.03.2018
Gespräche mit warmen essen im Obdachlosen Café
Vor ca. 35 Jahren eröffnete das Obdachlosen...
mehr
21.02.2018
Baumfällarbeiten in der Nordweststadt
In der Grünverbindung zwischen der Bernadottestraße...
mehr
18.02.2018
Künstler laden zum Mitmachen ein
In den ehemaligen Praunheimer Werkstätten...
mehr
26.01.2018
Nordwestzentrum soll Begegnungsort für Senioren werden
Das Nordwestzentrum ist bereits heute ein...
mehr
26.01.2018
Polizei eröffnet zweitgrößtes Revier
Von einem „Freudentag“ sprach Polizeipräsident...
mehr
24.01.2018
Die Netzwerkerin der Nordweststadt
Quartiersmanagerin Janina Korb bleibt im...
mehr
17.01.2018
Sportlern vergeht die Lust am Schwimmen in der Titus-Therme
Die TG Römerstadt hat ihre Kooperation mit...
mehr
Tipps und Infos zur Freizeitgestaltung in und um Heddernheim.
mehr Infos


Gedichte und Geschichten von Heddernheimer Bürgern. z.B.
Ohne Worte!

mehr

Wussten Sie eigentlich?

mehr

Die Motzbox ist der Heddernheimer Kummerkasten für Beschwerden usw. der Heddernheimer Bürger z.B.

Endlich! Wurde auch Zeit!

mehr

 









31.07.2008

Werkstätten trauern um Peter Lennig

Sie waren Altersgenossen und sind miteinander und aneinander groß geworden: Peter Lennig und die Praunheimer Werkstätten. 1928 hatte sein Vater auf dem Gelände der Praunheimer Mühle die Werkstätten als Wohn- und Arbeitsstätte für geistig Behinderte ins Leben gerufen. Im gleichen Jahr, am 5. November, kam sein Sohn Peter zur Welt, wuchs auf dem Werkstatt-Gelände auf.

Doch ihren 80. Geburtstag können die beiden nicht mehr gemeinsam begehen. Peter Lennig ist am 27. Juli gestorben.

Dass die Werkstätten sein gesamtes Leben bestimmen werden, hatte der Sohn des Gründers anfänglich nicht gewollt. Als junger Mann entschied er sich für eine Schreinerlehre, schrieb sich danach auf der Werkkunstschule in Wiesbaden ein. Doch bei einem USA-Aufenthalt verlor er bei einem Unfall seine rechte Hand. Das Ende der Handwerker-Karriere. Lennig fing noch einmal neu an, absolvierte eine Ausbildung zum Sozialarbeiter und trat nun doch in die Fußstapfen des Vaters: Und steckte fortan seine Kraft in die Fortentwicklung der Praunheimer Werkstätten, übernahm 1965 vom Vater die Leitung der Werkstätten und des Wohnheims an der Praunheimer Mühle.

Das, was er zuvor gelernt hatte, nahm er ins neue Amt mit. Sein handwerkliches und künstlerisches Geschick nutzte er, um Holzspielzeuge zu entwickeln, die die Behinderten in den Werkstätten fertigen. Funktional, schön und pädagogisch sinnvoll sollten sie sein. Lennig gab auch immer wieder Ideen, welche Dienstleistungen seine Mitarbeiter noch anbieten können. Heute reicht das Angebot der Praunheimer Werkstätten vom Verschicken von Serienbriefen bis hin zur Archivierung elektronischer Daten im Auftrag von Firmen. Lennig, der 1989 in den Ruhestand ging, hat großen Anteil daran, dass aus dem kleinen Logo «pw» ein Gütesiegel für Qualitätsprodukte wurde.

Doch nicht nur auf die Außenwirkung kam es dem Mann, der allen Papierkram verfluchte, an. Das Wohlergehen und die Förderung von Behinderten, das waren seine Ziele. In Praunheim, wo er mit seiner Ehefrau Ute bis zur Pensionierung wohnte, organisierte er die Werkstätten so, dass auch mehrfach Behinderte eingestellt werden können. Bundesweit warb er für den Ausbau der Förderung in den Behindertenwerkstätten, wurde zum Mitbegründer ihrer Bundesarbeitsgemeinschaft. Für so viel Engagement gab es viel Lob: Bundesverdienstkreuz, Ehrenbrief des Landes Hessen, Ehrenplakette der Stadt Frankfurt, Goldene Ehrennadel der Lebenshilfe. (ing)




zurück








Unsere Werbepartner:
Pietät Schüler

Frankfurter Sparkasse

FES

 





 

© 2004 by Medien- & Stadtteilbüro| Impressum