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05.11.2008

Zahlen oder frieren

Umweltdezernentin Manuela Rottmann (Grüne) hatte schon vor Monaten angesichts der immer höher steigenden Energiepreise vor einem harten Winter gewarnt. Sie behält Recht. Die Mainova wird die Gaspreise drastisch anheben, obwohl der Ölpreis stark gefallen ist. Wohl dem, der noch eine Ölheizung hat und erst jetzt seinen Tank auffüllt.


Die Gaskunden gucken indes in die Röhre. Frühestens im April, so der Branchenprimus Mainova, kann mit einer Preissenkung gerechnet werden. Durch laufende Verträge und die Verteilung kann erst mit einer halbjährigen Verzögerung reagiert werden. Ein Unding. Und ob die Reduzierung, wenn sie denn überhaupt kommt, so satt ausfallen wird wie die Erhöhung zum 1. Dezember mit 15 Prozent, darf bezweifelt werden.

Um sich von den Energieunternehmen zumindest teilweise lösen zu können, unterstützt oder initiiert die Stadt mehrere Energiespar-Projekte oder auch den Bau von Passivhäusern. Viele Eigenheim-Besitzer scheuen aber zusätzliche Investitionen in Wärmeschutzmaßnahmen, weil sie an den Krediten für ihre Häuser schon genug zu knabbern haben. Die große Mehrheit der Frankfurter hat erst gar nicht die Chance, von den hohen Heizkosten herunterzukommen: Sie leben in Mietwohnungen und sind somit auf die Hausbesitzer angewiesen. Da heißt es entweder zahlen oder frieren.

von Sören Rabe




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