22.04.2018
Hochzeitlicher Autokorso mit Polizeieinsatz
Ein Autokorso anlässlich einer Hochzeit...
mehr
18.04.2018
Eine grüne Oase – mit auffällig viel Müll
Einst war die Nordweststadt als Trabantenstadt...
mehr
12.04.2018
Neuanfang mit Tradition
Der Jugendclub Praunheim wird 40 Jahre alt....
mehr
06.03.2018
Gespräche mit warmen essen im Obdachlosen Café
Vor ca. 35 Jahren eröffnete das Obdachlosen...
mehr
21.02.2018
Baumfällarbeiten in der Nordweststadt
In der Grünverbindung zwischen der Bernadottestraße...
mehr
18.02.2018
Künstler laden zum Mitmachen ein
In den ehemaligen Praunheimer Werkstätten...
mehr
26.01.2018
Nordwestzentrum soll Begegnungsort für Senioren werden
Das Nordwestzentrum ist bereits heute ein...
mehr
26.01.2018
Polizei eröffnet zweitgrößtes Revier
Von einem „Freudentag“ sprach Polizeipräsident...
mehr
24.01.2018
Die Netzwerkerin der Nordweststadt
Quartiersmanagerin Janina Korb bleibt im...
mehr
17.01.2018
Sportlern vergeht die Lust am Schwimmen in der Titus-Therme
Die TG Römerstadt hat ihre Kooperation mit...
mehr
Tipps und Infos zur Freizeitgestaltung in und um Heddernheim.
mehr Infos


Gedichte und Geschichten von Heddernheimer Bürgern. z.B.
Ohne Worte!

mehr

Wussten Sie eigentlich?

mehr

Die Motzbox ist der Heddernheimer Kummerkasten für Beschwerden usw. der Heddernheimer Bürger z.B.

Endlich! Wurde auch Zeit!

mehr

 









25.08.2004

Ex-Kommissar Pfenning hat ein großes Herz für Kinder

Er sorgte einmal für Recht und Ordnung auf Frankfurts Straßen, heute erfreut er Kinder mit seinen bunten Figuren.

Oft dauert es nur eine Minute und schon hat der ehemalige Polizeihauptkommissar Hartmut Pfenning ein keines Tier gezwirbelt. Was er dazu braucht: einen länglichen Ballon, ganz schön viel Puste sowie flinke und geschickte Hände.

Auf traditionellen Festen erkennen ihn die Kinder schon von weitem und wollen natürlich sofort immer etwas Neues haben. «Die stürzen dann auf mich zu, und da ist es gut, ein, zwei neue Figuren im Repertoire zu haben.» Ein kleiner schnell gezwirbelter Ballonhund hat ihm einmal aus einer brenzligen Situation geholfen, sagt Hartmut Pfenning. Denn als eine Demonstration am Opernplatz zu eskalieren drohte, griff er in seine Tasche, blies den mitgebrachten Luftballon auf und formte in Windeseile das einzige Tier, was er damals konnte. «Wir sind da heil rausgekommen, denn plötzlich wollten alle einen haben», sagt der gelernte Werkzeugmacher, der sich ab und zu bei Hinterglasmalerei oder Zinnfigurengießen entspannt. Ambitionen, sein Geschick zu vermarkten, hatte er davor nie gehabt, doch plötzlich boten sich auf diversen polizeilichen Info-Veranstaltungen seine Dienste als Ballonmodellierer an. «Wir mussten die Leute ja irgendwie zu unseren Info-Ständen locken, und das funktioniert meist über die Kinder.» Während also ein Kollege mit einem Hütchenspiel für interessierte Beobachter sorgte, blies und formte Hartmut Pfenning unzählige Ballonfiguren nacheinander.

Geboren in Westhausen und in Rödelheim zur Schule gegangen, langweilte sich Hartmut Pfenning in der Realschule so sehr, dass er beschloss, nach der mittleren Reife sein Schülerdasein an den Nagel zu hängen. Bis 1966 arbeite er bei der Firma Braun AG als Werkzeugmacher, als ihm eine besser bezahlte Stelle bei der Hafenpolizei angeboten wurde. Fünf Jahre später saß er wieder auf der Schulbank, denn die Vollzugspolizei suchte Lebens erfahrene, ältere Bewerber. «Zuerst habe ich mich geweigert, wer will schon zurück in die Schule.» Doch es sollte noch schlimmer kommen, denn sein Chef wollte ihn im Gehobenen Dienst sehen. Von 1978 bis 1983 drückte er erneut die Schulbank. Nach einem zweijährigen Oberstufenlehrgang absolvierte er ein dreijähriges Fachhochschulstudium. «Das war eine Riesenbelastung. Ich dachte nie, dass ich das schaffen könnte. Die Schule war einfach schon lange her.» Bis zum Ende seiner Dienstzeit war Hartmut Pfenning bei der Polizei in nahezu jeder Sparte beschäftigt, zuletzt in der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit.

«Ich war gerne Polizist. Es gibt keinen spannenderen, abwechslungsreicheren, flexibleren und faszinierenderen Beruf», sagt der 67-Jährige. Im Vergleich zu der heutigen Arbeit der Polizisten habe er mehr Ermessungsspielraum gehabt. «Da war Fingerspitzengefühl gefragt. Eine Ermahnung oder ein Gespräch hatte oft die größere Wirkung. Bei den starren Regelungen geht das heute nicht mehr.»

Jetzt beherrschen weiße Mäuse mit Herz, Giraffen, Pudel, Katzen, Schwäne, Hasen und unzählige andere Figuren sein Leben. Bei manche Figuren – wie beim Krokodil oder beim Teddy-Bär auf dem Motorrad – zerbeißt er auch schon mal einen Teil der aus Amerika stammenden speziellen Ballons, denn nur so ist ein weiterzwirbeln und drehen möglich. Damit er Kinder mit gewagten und unbekannten Modellen überraschen kann, holt er sich Informationen und Anregungen aus dem Internet. Obwohl er seit fast zehn Jahren intensiv übt, zerplatzen immer noch zahlreiche Ballons, denn Hartmut Pfenning liest nur selten die Gebrauchsanweisung. Bis zu 15 der teuren Ballons verbraucht er für eine Figur, bis er sie im Schlaf zwirbeln kann. «Ich lerne eben nie aus.» Zu seinem Repertoire gehören mittlerweile 30 Figuren. «Wenn da plötzlich tausend Kinder um dich stehen, muss es schnell gehen.»

Dass Hartmut Pfenning ein Herz für Kinder hat, beweist er zudem mit seinem Engagement für die Initiative «Den Kindern von Tschernobyl», wo einmal im Jahr 16 Kinder aus Weißrussland zu Besuch sind und mit denen er nicht nur Polizei und Feuerwehr unsicher macht, sondern auch ein paar Ballonfiguren modelliert. «Die nehmen sie dann mit und zeigen ihren Freunden, wie es geht.»

Wer Hartmut Pfenning und seine Ballonfiguren buchen möchte, kann das unter 76 22 50 oder 0 17 73 24 42 77.

Von Ingrid Krawarik




zurück








Unsere Werbepartner:
Pietät Schüler

Frankfurter Sparkasse

FES

 





 

© 2004 by Medien- & Stadtteilbüro| Impressum