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19.07.2010

Praunheimer Heinrich-Lübke-Siedlung - Umbau mit Akzeptanz

Es kann nur besser werden. Hannelore Wunsch wirkt am frühen Freitag morgen entnervt. "Erst haben sie uns die Post genommen", berichtet die 72-Jährige. Dann die Bank. Schließlich den Supermarkt. Außer der Apotheke und dem Friseur sei der Heinrich-Lübke-Siedlung nichts mehr geblieben und sie müsse jetzt rüber bis zur Heerstraße, um in Praunheim Einkaufen zu können. Sie müsste, aber sie kann nicht. Und so bitte sie jedes Mal ihren Sohn, das Nötigste zu erledigen, weil doch ihre Gelenke nicht mehr so recht mitmachen, jeder Gang mit ihrem Dackel zu einer Qual werde.

Mit der Schließung des Supermarkts fing die ganze Misere an der Ludwig-Landmann-Straße an, sagt Elfi Zöller. Plötzlich stellte sich für die Alten aus der Senioren-Wohnanlage, die zu der Siedlung gehört, die Frage, wo sie Brot und Butter herkriegen sollten. Elfi Zöller hielten sie die Treue, ließen sich die Haare schneiden oder Wasserwellen legen. Deswegen will die Inhaberin von Elfi´s Frisörlädchen, eine von drei verbliebenen Inhaberinnen in der früheren Ladengalerie, auch für die nächsten anderthalb Jahre innerhalb der Siedlung umziehen, um später zurückzukehren - in die Nähe des neuen Supermarkts, der nach der Idee der Wohnungsbaugesellschaft ABG der Mittelpunkt der neuen Siedlung sein soll.

Es wird besser. Frank Junker versteht das nicht allein als Versprechen. Der Chef der ABG will mit so einem Satz die Zweifel vertreiben. "Wir sind im Zeitplan", verkündet Wohnungsmanager Junker im Gespräch mit der Frankfurter Rundschau. Im Spätherbst beginne der Abriss des kleinen Einkaufszentrum. Dort, wo früher der irgendwann nicht mehr rentable kleine Supermarkt gestanden hat, entsteht nach den Plänen des Architekten Jo Franzke ein Wohngebäude. Gleich gegenüber soll die neue Ladengalerie mit Supermarkt in wenigen Monaten wachsen. Zwischen beiden Komplexen will Junker, so wie es der Architektenwettbewerb erbracht hat, ein neues Entrée in das Quartier von der Ludwig-Landmann-Straße aus schaffen. Wenn an der Stelle der jetzigen Ladengalerie Bagger eine Lücke reißen, wollen sich die Sanierer an die ersten Häuser der Siedlung machen - und sie nach den Vorgaben der Energieeffizienz umbauen. Die Lübke-Siedlung in Praunheim, das soll ein Modellprojekt werden für alle Umbauten an Gebäuden der 70er Jahre, die an verschiedenen Orten der Stadt erst noch bevor stehen.

Junker hat aus den Bedenken der Bewohner seine Schlüsse gezogen. Zu zügig könne man sie nicht mit Neuerungen konfrontieren, weiß der Manager. Erst kürzlich habe man sich auf die Vorstellungen der Bewohner in der Seniorenwohnanlage eingelassen und sich von dem Neubau neuer Balkone zulasten der gegenwärtigen Loggien verabschiedet. Die Anwohner hätten das nicht gewollt, dann mache die ABG das auch nicht, wenngleich die Pläne aus dem Büro Albert Speer anderes vorsehen würden.

Das wird was. Mittlerweile ist auch Monika Loris davon überzeugt. Noch bei der ersten Bürgerversammlung vor einem Jahr sei sie skeptisch gewesen, weil sich anhand der Planungen nicht habe erkennen lassen, was aus ihrer Apotheke werden soll. Jetzt hat sie sich wie Elfi Zöller zum Umzug entschieden. Um dann in die neue Ladengalerie zurückzukehren.

Von Matthias Arning




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