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05.08.2010

Neuer Asphalt für Alt-Praunheim

Straßenbauamt erneuert die Fahrbahn und gestaltet auch den Platz zwischen den Straßen neu. Das Herz Praunheims ist eine offene Wunde. Bis zum 27. August werden die Straße Alt-Praunheim und Am Ohlengarten saniert.

Wer durch den Ohlengarten will, muss erfinderisch sein. Bagger, Baufahrzeuge und Absperrungen dominieren das Bild in dem kleinen Sträßchen. Es ist gesperrt, zumindest für Autos – nur Radfahrer haben eine Chance, sich durchzuquetschen. Und auch in der Straße Alt-Praunheim ähnelt die Fahrbahn eher einem unebenen Slalomkurs als einer richtigen Straße, vorbei an hochstehenden Gullideckeln und Asphaltresten. Noch einige Zeit werden die Bauarbeiter an der Kreuzung der beiden Straßen zu Werke sein.

Heute noch eine Rüttelpiste, morgen schon eine eben Fahrbahn. Frei von tückischen Schlaglöchern und überstehenden Gullideckeln. In Alt-Praunheim und im Ohlengarten wird der Fahrbahnbelag erneuert. Dabei wird die alte Fahrbahndecke komplett abgetragen ehe eine neue Schicht ebenen Asphalts aufgebracht werden kann. Bereits zuvor kamen neue Gas- und Wasserleitungen unter die Erde. Für die Anwohner bedeutet das momentan mehr Lärm und Baustellendreck, für die Autofahrer erhöhte Aufmerksamkeit im Baustellenverkehr.

Bis die Bauarbeiter anrückten, dauerte es ein Weilchen. Doch nun gehen die Arbeiten rund um die Kreuzung Ohlengarten und Alt-Praunheim in riesigen Schritten voran. Die Stadtteilpolitiker im Ortsbeirat 7 (Hausen, Praunheim, Industriehof, Rödelheim, Westhausen) hatten sich die Sanierung der Kreuzung schon lange gewünscht. Mehr als einmal hatten Ortsvorsteher Christian Wernet (CDU) und seine Kollegen im Stadtteilparlament auf die Sanierung gepocht. Unter den Stadtteilpolitikern wurde die Kreuzung schon fast zum Dauerthema, das immer wieder auf die Tagesordnung kam. Bereits im November 2006 hatte eine Besichtigung an Ort und Stelle ergeben, dass der Straßenbelag dringend erneuert werden muss. Und auch eine Veränderung an der Verkehrsführung schwebte den Stadtteilpolitikern vor. Ihre Idee: Die Straße Alt-Praunheim solle bis zur Kreuzung zweispurig ausgebaut und eine Linksabbiegerspur in den Ohlengarten eingerichtet werden. Saniert wurde trotz des Engagements der Stadtteilpolitiker lange Zeit nicht, im Gegenteil: Im Mai 2008 hieß es in einer Stellungnahme der Stadt, der Kreuzungsbereich sei noch verkehrssicher, dringender Handlungsbedarf daher nicht gegeben.

Nun also die Kehrtwende. Der Straßenbelag wird endlich erneuert. Das freut auch Ortsvorsteher Wernet, hatte es doch bis zuletzt immer wieder Schäden an der Fahrbahn gegeben: «Natürlich sind wir glücklich, dass das jetzt endlich gemacht wird.» Sechs bis acht Zentimeter der Fahrbahn wurden bereits abgefräst. Eine drei Meter breite Fahrspur soll für den fließenden Verkehr im Ortsmittelpunkt offen gehalten werden. Während die im Ortsbeirat diskutierte Linksabbiegerspur in den Ohlengarten nicht realisiert wird, können sich die Stadtteilpolitiker allerdings über die Erfüllung eines anderen, langgehegten Wunsches freuen. Der Platz an der Kreuzung, bisher wenig einladend, wird im Zuge der Bauarbeiten neu gestaltet. Die Gehwege und der Platz bekommen eine neue Decke aus Betonsteinpflaster, um die «dezente Gestaltung des Zentrums zu betonen und den Charakter der Begegnungsstätte neu zu beleben», wie es aus dem Straßenverkehrsamt heißt. Die Bäume auf dem Platz sollen außerdem mehr Platz zum Wurzeln bekommen, neue Anpflanzungen den Gesamteindruck verbessern und zum verweilen einladen. Voraussichtlich noch bis zum 27. August sollen die Arbeiten weitergehen. Das Straßenbauamt beziffert die Kosten auf rund 165 000 Euro beziffert. göc




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