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16.09.2010

Kunstrasen bleibt vorerst in weiter Ferne

Viele Sportplätze haben schon einen, auch die SG Praunheim würde sich freuen: Moderne Kunstrasenplätze sind auf Frankfurts Sportstätten inzwischen zum echten Pluspunkt für die Vereine geworden. Die Stadt setzt vermehrt auf das moderne Grün. Langlebigkeit, gute Bespielbarkeit und einfache Pflege sind die Argumente, um beim Sportplatzumbau auf Kunstrasen zu setzen.

Und so machte sich Michael Petzold in der jüngsten Sitzung des Ortsbeirats 7 (Hausen, Industriehof, Praunheim, Rödelheim, Westhausen) für einen Kunstrasenplatz für den Sportplatz an der Praunheimer Hohl stark. «Für uns wäre das schon wichtig», sagt der Jugendleiter der SG Praunheim. Viele seien in den letzten Jahren zu Vereinen mit Kunstrasen abgewandert. «Wir haben Angst, dass uns die Jugendlichen weglaufen. Wer spielt schon gerne auf einem Hartplatz wenn es bessere Alternativen gibt, gerade bei Regen oder im Winter», erklärte Petzold.

Anlass für sein Plädoyer: Stadtteilpolitiker Norbert Richter (Freie Wähler) hatte in einem Antrag die Stadt gebeten, auf dem Sportplatz einen Kunstrasenplatz zu installieren. «Der Verein ist Anlaufstelle für eine große Anzahl von Jugendlichen aus der angrenzenden Umgebung und hiermit auch ein integrierender Bestandteil bei der Jugendarbeit in dieser Region», heißt es in Richters Antrag. Durch die zahlreichen Mannschaften, die auf dem Sportgelände trainieren, ergebe sich eine «überdurchschnittliche Inanspruchnahme» der Sportplätze.

Richters Antrag wurde in Abwesenheit des Antragstellers vorerst nicht beschlossen. Auch wenn die Mehrheit im Stadtteilparlament der Intention zu folgen schien, glaubten die Stadtteilpolitiker nicht an eine Chance, eine positive Antwort auf ihre Anfrage zu bekommen, da ein solcher Antrag den Etat der Stadt beträfe. Die Frist für Etatanträge für den kommenden Haushalt ist jedoch seit Monaten abgelaufen. göc




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