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14.10.2010

Brückenschläge dauern deutlich länger als geplant

Im Zuge der Sanierung des Brentanoparks sollten auch die beiden in die Jahre gekommenen Niddabrücken auf Vordermann gebracht werden. Doch die veranschlagte Bauzeit von zwei Monaten wurde längst um ein Mehrfaches überschritten.

Laut Straßenbauamtsleiterin Gabriele Dehmer, der Leiterin des Amtes für Straßenverkehr und Erschließung, sind zum einen die Lage am internationalen Stahlmarkt und zum anderen der Konkurs eines der beiden beauftragten Bauunternehmen für die aktuelle Situation verantwortlich.

Wie berichtet, wurde die marode Fußgängerbrücke in der Verlängerung der Flussgasse bereits im August 2008 gesperrt und durch eine Behelfsbrücke des Technischen Hilfswerks (THW) ersetzt. Das 25 000 Euro teure Provisorium sollte lediglich so lange stehenbleiben, bis die auf zwei Monate geschätzten und im März dieses Jahres begonnenen Bauarbeiten andauern. Doch nachdem die Firma Lehner die Stadt mehrfach über Zahlungsschwierigkeiten informierte, sucht diese nun händeringend nach einem Ausweg, um das 480 000 Euro teure Bauwerk so bald wie möglich fertigzustellen. Zuletzt gearbeitet wurde im August, seitdem stagniert das Projekt.

«Inzwischen ist ein Konkursverwalter benannt. Die Firma hat uns ihre Schlussrechnung vorgelegt, und wir hoffen, dass das Bauvorhaben nicht erneut ausgeschrieben werden muss», sagt die Amtsleiterin, deren Hoffnung nun auf einer zweiten, rund 30 Meter entfernten Fußgängerbrücke ruht. Das 500 000 Euro teure Gewerk soll Ende Oktober fertiggestellt werden. Auch hier habe es heftige «Diskussionen mit den Lieferanten» gegeben. «Aufgrund der Konjunkturprogramme im ganzen Land gibt es kaum noch qualifizierte Stahlbauer», sagt Dehmer, der zufolge der Stahlmarkt wie leergefegt sei.

Nachdem die Bauarbeiten an dieser Brücke abgeschlossen sind, soll auch die THW-Behelfsbrücke wieder geöffnet werden, um das Wegenetz zumindest provisorisch wieder zu vervollständigen und einen kürzeren Schulweg herzustellen. Wie es mit den vom Konkurs unterbrochenen Arbeiten weitergeht, stehe laut Dehmer gegen Ende dieses Monats fest.

Neben den beiden Rödelheimer Nidda-Querungen ist auch der Brücken-Neubau entlang der Praunheimer Landstraße in zeitlichen Verzug geraten. Das 740 000 Euro teure Bauwerk, das ebenso wie die Brücken im Brentanopark aus Mitteln des Konjunkturpakets finanziert wird, wartet seit dem Frühjahr auf seine Vervollständigung. Erst nachdem die im fünf Meter Richtung Hausen versetzte Brücke fertig ist, soll die alte Brücke, deren Hauptträger und Stützen starke Korrosionsschäden aufweisen, demontiert werden. Die auf sechs Monate geschätzte Bauzeit wird sich somit fast verdoppeln. mov




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