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28.10.2010

Neue Ideen für die Nordweststadt

Die Stadt beabsichtigt, die Nordweststadt weiterzuentwickeln. In einer Bürgerversammlung waren die Nachbarn aufgefordert, mitzureden und ihre Ideen einzubringen.

Es er einst ein städtebaulicher Wettbewerb, in dessen Folge die Nordweststadt entstand. Nun soll ein weiterer Wettbewerb die preisgekrönte Raumstadt von Walter Schwagenscheidt und Tassilo Sittmann fit für die Zukunft machen. Das Besondere: Das Stadtplanungsamt bezieht die Nachbarn aktiv ein. In einem ersten Schritt waren sie am Dienstagabend aufgerufen, Stellung zu beziehen, zu sagen, was sie als gut und was als verbesserungswürdig in ihrem Stadtteil erachten.

Konzept ist stimmig

Noch ist nichts konkret, es gibt weder festzementierte Pläne, noch Geld zur Umsetzung im Haushalt. «Wir wollen die Philosophie der Erbauer aufgreifen und behutsam weiterentwickeln. Denn in sich sei das Konzept der Nordweststadt nach wie vor stimmig, das Quartier habe hohe Qualitäten, sei aber in die Jahre gekommen. Als Stichworte nannte von Lüpke die Vitalisierung der Zentren, die Verbesserung der Orientierbarkeit, die Qualifizierung der öffentlichen und privaten Freiflächen und die Neuordnung des ruhenden Verkehrs. Möglich wäre auch ein neun Hektar großes Neubaugebiet im Feld hinter dem Gerhart-Hauptmann-Ring.

«Alles, was dem Stadtteil gut tut, würden wir auf den Prüfstand stellen wollen», betonte auch Michael Bergholter, Chef des Planungsbüros ANP aus Kassel, das den Wettbewerb, in den auch die Wohnungsgesellschaften ABG und Nassauische Heimstätte einbezogen sind, organisiert. Nicht mitmachen will die Annington, die zahlreiche Häuser besitzt. Für die Nachbarn keine Überraschung.

Kritik gab es vor allem am fehlenden Lärmschutz zur Autobahn, daran, dass das Kleine Zentrum nicht barrierefrei ist und an fehlenden Einkaufsmöglichkeiten. «Wir haben auch zu wenig öffentlichen Raum, wo die Menschen miteinander ins Gespräch bekommen - und das ist wichtig für die Integration», sagte Jan Gossmann, Sprecher der Brücke 71. Dagegen lobten die Nachbarn die Verkehrsführung mit den zahlreichen Brücken, die von Lüpke zuvor in Frage gestellt hatte. Skeptisch äußerte sich Rembert Behrendt, was «bei der Umkrempelung» herauskommt. Von Lüpke konterte: «Je besser Ihre Ideen sind, umso leichter ist es, eine politische Mehrheit zu bekommen.»

Bis 30. November Zeit

Bis zum 30. November haben die Nordweststädter in einem ersten Schritt Zeit, ihre Ideen ans Stadtplanungsamt heranzutragen. In einem internationalen Ideenwettbewerb werden dann Arbeitsgemeinschaften aus Landschaftsarchitekten und Stadtplanern oder Architekten Lösungsvorschläge entwickeln. Und auch auf diesen Arbeitsschritt haben die Nachbarn Einfluss, heißt, sie haben eigentlich bis Mitte Januar Zeit, Vorschläge zu machen, die dann in den zweiten Teil des Wettbewerbs einfließen. Dies geht per E-Mail an info@wb-ffm-nordwest.de oder auf http://www.wb-ffm-nordwest.de im Internet. Nähere Informationen gibt’s bei Franziska Klenk unter der Rufnummer 21 23 98 73. sim




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