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07.12.2010

Fußweg-Reinigung nimmt keine Neukunden mehr an

Eigentlich schien alles zu klappen. Die Zusage, vor seiner Haustür in der Heerstraße den Schnee zu räumen, hatte Peter Mihatsch (58) von der Frankfurter Fußweg-Reinigung GmbH (FFR) per E-Mail erhalten. Umso größer seine Verwunderung, als eine FFR-Mitarbeiterin ihm kurz darauf mitteilte, neue Kunden nehme die Tochtergesellschaft der Frankfurter Entsorgungs- und Service GmbH (FES) für diesen Winter nicht mehr an.

«Wie soll ich Ende November noch ein anderes Unternehmen finden?», ärgert er sich über die späte Absage. Zumal auch sein 92 Jahre alter Nachbar betroffen sei, der den Gehweg nicht selbst räumen könne. «An manchen Tagen habe ich bislang den Schnee für ihn mit weggeräumt. Aber ich bin noch berufstätig und habe nicht jeden Tag Zeit dafür. Jetzt lenkte das Unternehmen ein: Auch bei Mihatsch und seinem Nachbarn werde der Schnee geräumt.

Als Grund für die Stornierung habe die FFR ihm gesagt, der Auftrag sei erst nach dem Aufnahmestopp für Neukunden erteilt worden, sagt Mihatsch. Das bestätigt auch FES-Sprecherin Stephanie Pieper. Den Stichtag für die Annahme neuer Kunden habe das Unternehmen auf den 19. November festgesetzt. «Als Erfahrung aus dem vergangenen Jahr», sagt Frau Pieper. Denn 2009 habe die FFR zu viele Kunden angenommen. Statt möglichst viele Kunden abzuarbeiten, die dann unzufrieden seien, wolle das Unternehmen lieber bei weniger Kunden einwandfreie Arbeit abliefern. «Deshalb wurde die Zahl der Neukunden begrenzt.»

Er habe den Antrag doch weit vor dem 19. November gestellt, wundert sich Mihatsch. «Am 4. November erhielt ich ein Angebot der FFR für die Räumung des Gehwegs vor meinem eigenen Haus. Ich sprach mit der Sachbearbeiterin ab, dass ich meinen Nachbarn fragen wolle, ob er auch Interesse an dem Schneeräumdienst habe.» Zumal die FFR den Mitgliedern des Siedlervereins Praunheim einen Rabatt gewähre. Nur 14 Stunden später habe er per E-Mail den Auftrag für beide Grundstücke bestätigt. «Um so erstaunter war ich, dass es auf einmal nicht klappen sollte.»

Der Fehler sei aufgrund der langen Vorlaufzeit passiert, bedauert Frau Pieper. «Der erste Kontakt war bereits Anfang Oktober, der Vertragsabschluss erst im November.» Wegen des früh gestellten ersten Antrags habe sich die FFR entschlossen, die beiden Neukunden trotz später endgültiger Anmeldung ausnahmsweise noch anzunehmen.

Erstaunt ist Mihatsch auch, dass das elektronische Formular zur Bestellung des Schneeräumdienstes auf der Internet-Seite noch immer angeboten wird. «Man kann die Anfrage immer noch abschicken, obwohl die Frist längst abgelaufen ist.» Das werde geändert, verspricht Frau Pieper.

Ob und zu welchem Datum es 2011 ebenfalls ein Schlussdatum für die Winterdienst-Anfrage gebe, sei noch nicht entschieden, sagt Frau Pieper. «Wir schauen, wie gut es in diesem Winter funktioniert.» Fest steht: Wer als Neukunde auf Nummer Sicher gehen will, sollte seinen Winterdienst frühzeitig buchen. hau




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