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04.01.2011

Pause auf der Heerstraße

Straßenbauamt geht derzeit aber davon aus, dass die Arbeiten im Zeitplan bleiben. Lange genug wurde über den möglichen Ausbau der Heerstraße gesprochen. Vor wenigen Monaten begannen nun endlich die Bauarbeiten. Der frühe Wintereinbruch sorgte jedoch schon jetzt für Verzögerungen.

Wenn es um den Zeitplan des Ausbaus der Heerstraße geht, ist Gabriele Dehmer entspannt. Sorgen, dass der frühe Wintereinbruch in diesem Jahr längerfristig Probleme bereiten könnte, hat die Leiterin des Straßenbauamts nicht. Und das, obwohl die Arbeiten durch Kälte und Frost früher gestoppt werden mussten als geplant. Rund drei Wochen hinke man dem ursprünglichen Zeitplan hinterher. Eine Verspätung, die allerdings noch aufzuholen sei. «Wenn es nicht ganz lange so kalt bleibt, dann schaffen wir das.»

Eigentlich sollten die Arbeiten an den unterirdischen Leitungen – Gas, Wasser und Strom – an der Kreuzung Heerstraße/ Haingrabenstraße/ Steinbacher Hohl/Sandplackenstraße noch im gerade abgelaufenen Jahr beendet werden. Dort ist ein rund 1,5 Millionen teurer Kreisverkehr geplant.

Verspätung aufholen

Bisher zierte ein Rosenbeet mit Magnolienbaum die Kreuzung. Bevor im zweiten Bauabschnitt im westlichen Teil des künftigen Kreisverkehrs mit dem Straßenbau begonnen werden kann, müssen die Leitungen verlegt sein. «Der zweite Bauabschnitt ist für März geplant», sagt Dehmer und hofft auf einige warme Wochen zum Jahresbeginn. «Wenn es Mitte Februar ein wenig wärmer wird, können wir die Verspätung durch den frühen Winter gut wieder herausholen», ist die Amtsleiterin optimistisch.

Bis die Pläne für den Kreisverkehr von Stadtteilpolitikern und Bürgern gut aufgenommen wurden, brauchte es mehrere Anläufe. Vor vier Jahren fielen die Pläne durch, beim zweiten Versuch vor rund anderthalb Jahren lief es besser. Vor allem, weil die Bushaltestelle der Linien 60 und 67 an alter Stelle bleiben. Die Busse sollen dafür eine eigene Ausfahrt aus dem Kreisverkehr bekommen. Bis Ende des kommenden Jahres sollen die Arbeiten in diesem Teil der Heerstraße abgeschlossen sein. Folgen soll anschließend der eigentliche Ausbau der Heerstraße. Die soll ein neues Gesicht mit Alleencharakter, eine 6,50 Meter breite Fahrbahn sowie beidseitig Fahrradstreifen bekommen. Die Einfahrten zu den Stichstraßen sollen höher gelegt werden, um eine barrierefreie Überquerung zu ermöglichen. Behindertengerecht sollen auch die Bushaltestellen ausgestattet werden. Geplant ist, nach dem Kreisel zunächst den Knotenpunkt Ludwig-Landmannstraße/Heerstraße auszubauen. Als letzter Abschnitt würde die Strecke zwischen Ludwig-Landmann-Straße und Kreisverkehr folgen. Seit 1999 hatte der zuständige Ortsbeirat 7 (Hausen, Industriehof, Praunheim, Rödelheim, Westhausen) immer wieder eine grundlegende Sanierung der Hauptverkehrsader, die eigentlich längst durch eine Ortsumfahrung entlastet sein sollte, gefordert.

Grundstücke fehlen

Ein paar Probleme gibt es allerdings noch. So ist die Frage, wer die Verlängerung der Ludwig-Landmann-Straße mit Stichstraße ins Gewerbegebiet finanziert noch immer nicht geklärt. Die Verhandlungen über den Erschließungsvertrag mit dem Investor des Gewerbegebiets nördlich der Heerstraße laufen noch. Außerdem fehlen der Stadt nach wie vor acht Grundstücke entlang der Heerstraße, die sie für den Bau benötigt. Diese sind in privatem Eigentum. «Auch da sind wir in Verhandlungen», sagt Dehmer.




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